Wichtige Deiche

Ausstellung zur Weihnachtsflut 1717 im Historischen Rathaus

OTTERNDORF tw · Es war eine der schwersten Sturmfluten der Neuzeit, die „Weihnachtsflut 1717“, die allein im Hadler Land hunderten Menschenleben ein Ende setzte. Seit letztem Freitag ist hierzu eine Ausstellung der Samtgemeinde
Land Hadeln und des Hadelner Deich- und Uferbauverbands im Historischen Rathaus zu sehen, die die Ereignisse vor 300 Jahren beleuchtet, aber auch auf die über 800-jährige Geschichte des Deichbaus im Land Hadeln eingeht. „Durch
die Ausstellung wollen wir auch für das Thema Deichsicherheit sensibilisieren“, so Schultheiß Armin Heitmann bei der Eröffnung. Aufgrund höherer und stabilerer Deiche hätten nachfolgende Sturmfluten nicht mehr so verheerende Folgen gehabt, sich dadurch an manchen Stellen Sorglosigkeit breitgemacht, sagte er in Richtung Hamburg und nannte die geplante Elbvertiefung ein „Spiel mit dem Feuer“. „Die Deiche sind das wichtigste um hier leben zu können“, so Samtgemeindebürgermeister Harald Zahrte. Und die „Weihnachtsflut“ erinnere daran, „mit all unserem politischem Handeln immer auf unsere Deiche zu achten“. Erdacht und konzipiert haben die Ausstellung Ortsheimatpfleger Heiko Völker und Ursula Holthausen (Foto: tw), die sich freuen, dass das Dorumer Deichmuseum Exponate zur besseren Anschaulichkeit zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung ist bis zum 7. Januar 2018 donnerstags bis sonntags von
15 bis 17 Uhr geöffnet. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung findet in der Stadtscheune am Donnerstag, 7. Dezember um 19.30 Uhr eine „Sturmflut“-Lesung mit Elke Loewe und am Donnerstag 11. Januar 2018 um 19.30 Uhr eine Film und Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Keen nich will dieken, de mutt wieken“ statt.