Veranstaltung des Hausfrauen-Bundes wird fortgesetzt
CUXHAVEN tw · „Frauen fragen Ratsfrauen“, hieß es am Mittwoch letzter Woche im Rathaus Cuxhaven. Eine Veranstaltung mit der die Ratsvorsitzende Beatrice Lohmann und ihre Stellvertreterinnen Ulla Bergen und Elke Schröder-Roßbach eine Idee des Hausfrauen-Bundes Cuxhaven, der sich im letzten Jahr auflöste, fortsetzen möchten. „Eine Tradition, die wir weiterführen und institutionalisieren wollen“, so Lohmann. „Sie haben uns immer viele Anregungen mit auf den Weg gegeben und uns zum Nachdenken gebracht“, so Schröder-Roßbach zu den Teilnehmerinnen. Zusammen mit Irmtraud Ucken, Ulrike Hogrefe und Christiane Buck stellten sie sich den Fragen der Anwesenden. Natürlich nicht alle Ratsfrauen im Rat, aber alle konnten es zeitlich nicht einrichten, trotzdem für Jutta Bobke-Flentge, ehemalige Vorsitzende des Hausfrauen- Bundes, die zusammen mit Elke Roskosch-Buntemeyer, Vorsitzende des Frauenrats im Landkreis Cuxhaven, die Veranstaltung moderierte, Anlass, die anwesenden Ratsfrauen zu fragen: „Warum gibt es immer noch zu wenig Frauen in der Politik?“ Und wie im Wirtschaftsleben scheint es nicht am fehlenden Willen zu liegen. Lohmann glaubt, dass es auch die Art und Weise ist wie Politik gemacht wird, in der sich Frauen nicht wohlfühlen. Auch sei die Art und Weise wie Frauen diskutieren eine andere als bei Männer. „Frauen sind teamfähig, kompromissbereit und hören besser zu. Männer sind mehr ich bezogen.“ Zudem werde von Politikern verlangt, dass sie präsent sind, sich etwa bei Stammtischen zeigen. Das sei bei der Doppelbelastung, der Frauen ausgesetzt seien schwer, ihnen fehle schlichtweg die Zeit. Und auch da kommt etwas Frauentypisches ins Spiel, denn viele sagten sich „bevor ich etwas anfange, will ich es richtig machen“. Bei Fragen etwa zur Stadtentwicklung zeigte sich dann, dass man als Ratsmitglied nicht alles, was Einzelnen auf der Seele brennt, entscheiden kann. So sei man an Rechtsgrundlagen gebunden und entscheide etwa auch nicht über jedes einzelne Baugrundstück, sondern lege einen Bebauungsplan vor, in welchem Rahmen sich eine Stadt entwickeln soll. Aber es wurde auch deutlich, dass es sich lohnt, sich für seine Stadt einzusetzen, auch wenn es ein mühsames Geschäft sein kann. Und Ulla Bergen zeigte auf, dass man dafür nicht einmal in den Rat gewählt werden muss. „Wir sind froh, wenn sie als Gäste in die Ausschuss- und Ratssitzungen kommen. Hier haben sie Gelegenheit ihre Bedenken einzubringen.“ So etwa bei den angesprochenen
Parkplatzproblemen in Döse, oder dem Radwegenetz, das problematische Stellen aufweist. Hier und bei anderen Fragestellungen nahmen die Ratsfrauen aber auch schon Anregungen aus dem Forum mit für die nächsten Ausschüsse und Sitzungen. Das Format „Frauen fragen Ratsfrauen“, soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, dann unter dem Dach der Volkshochschule Cuxhaven.