DAK Gesundheitsreport 2017 in Cuxhaven vorgestellt
LANDKREIS sh · In den Räumen der Helios Klinik hat die DAK ihren Gesundheitsreport 2017 für die Region Elbe und Weser vorgestellt. Der Gesundheitsreport beschäftigt sich dabei mit Zahlen zu den sozialversicherungspflichtigen Patienten. Dabei standen zwei Punkte im Vordergrund. Erstens hat es im vergangenen Jahr weniger Fehltage durch das Ausbleiben der Erkältungswellen gegeben und zweitens rückt der Bericht in einem Sonderteil den Anstieg an Schlafstörungen in den Fokus. Auffällig im Report ist, dass fast jeder vierte Ausfalltag aufgrund von Muskel-Skelett-
Erkrankungen erfolgt. Erfreulich ist, dass psychische Erkrankungen um gut zehn Prozent zurückgingen. Sie belegen jedoch weiterhin den zweiten Platz der häufigsten Ursachen für Fehltage. Einen Rückgang gab es auch bei den Atemwegserkrankungen, und zwar um 13 Prozent. „Um längere Ausfallzeiten, wie bei Rückenleiden oder seelischen Problemen zu vermeiden, untersuchen wir vor allem auch die wichtigsten Einflussfaktoren solcher Erkrankungen“, so die kommissarische Leiterin des Servicezentrums der DAK in Bremerhaven. In einer Sonderanalyse hat sich die DAK dieses Jahr den Schlafstörungen gewidmet. Und Erschreckendes festgestellt. Jeder zwölfte Niedersachse hat schwere Schlafprobleme. Bei einer Studie mit 5.000 Beschäftigten berichteten 8,3 Prozent von sogenannten Insomien, also Schlafstörungen. Seit 2010 hat diese Erkrankung um über 30 Prozent zugenommen. Ein alarmierendes Zeichen, findet auch der Chefarzt der Inneren an den Helios-Kliniken, Dr. Thorsten Müller. „Schlafstörungen sind nicht nur für den Betroffenen ein ernstes Problem. Auch seine Umwelt, sowohl im Privaten wie auch bei der Arbeit, wird in Mitleidenschaft gezogen.“ Unkonzentriertheit, ständige Gereiztheit sowie Konzentrationsschwäche können die Auswirkungen sein. „Dabei kann jeder selbst etwas für einen guten Schlaf tun“, so Müller. Dies begänne mit der sogenannten Schlafhygiene. „Aber auch das direkte Verhalten vor dem Schlaf spielt eine wichtige Rolle.“ So stört spätes und schwer verdauliches Essen einen gesunden Schlaf. Auch sei Kaffee oder Tee nach 15 Uhr nicht zu empfehlen. Zwischen Sport und dem Zubettgehen sollten mindestens zwei Stunden liegen. Und wer störende Wachphasen vermeiden wolle, müsse nicht unbedingt noch aufregende Filme schauen. „Wenn Sie etwas bedrückt, schreiben Sie es auf.“ So verschwindet Belastendes
aus den Gedanken. In Zukunft will die DAK diesem Thema weiter Raum einräumen.