Neue und ehemalige Auszubildende stehen gemeinsam am Herd
WINGST tw · „Wein ist Abenteuer, Essen ist Leidenschaft“, findet Pamela Lutz vom Schlumberger Weinvertrieb. Beides konnten die Besucher beim Treffen der Generationen in Peters Genusshotel erleben. „Herzlich willkommen bei mir auf der Brücke“: Hotel- und Küchenchef Claus Peter hatte sichtlich Freude, seine Gäste in „Star Trek“-Manier zu begrüßen. Unter dem Titel „The next Generation – aus den Küchengalaxien der Republik“ hatte er drei seiner ehemaligen Kochauszubildenden eingeladen, mit seinen jetzigen Azubis und seiner rechten Hand, Torben Solheid, zusammen zu kochen, ihren Gästen ein Sechs- Gänge-Menü zu kredenzen und gleichzeitig den Wert einer Ausbildung auf dem Land
darzustellen. Zwei Abende, die bei den Gästen und den Beteiligten gut ankamen. „Es war eine Bombenstimmung“ so
Claus Peter, „und ein ganz toller Motivationsschub für unser Haus, vor allem auch für die, die am 1. August angefangen haben“. Denn die jungen Auszubildenden hätten gesehen, dass das Fundament, auf das sie aufbauen, das gleiche sei, auf dem die anderen ihre Karriere aufgebaut hätten. „Sie sehen wie viele Chancen sie haben, und dass die, die da waren, den gleichen Start hatten.“ So wie etwa Matthias Schössler, der vor sechs Jahren seine Ausbildung im Hotel Peter begann und unter anderem bei Nelson Müller in der Küche stand. Er hat schon immer gerne gekocht. Und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz wandte er sich an das Hotel Peter, weil es bekannt sei für seine gute, im positiven Sinne harte Ausbildung. „In einem kleineren Betrieb lernt man sein Handwerk von der Pieke auf“, betonte Schössler, so wie es in einem Großbetrieb oft nicht mehr möglich sei. Für ihn ist der Beruf Koch auf jeden Fall die richtige Wahl gewesen. „Ich lebe meinen Traum.“ Auch Chris Wagner hat es nie bereut, sein Hobby zum Beruf zu machen, auch wenn er inzwischen einen anderen Weg eingeschlagen hat und als Heilerziehungspfleger arbeitet. „Aber es ist gut einen handwerklichen Beruf zu erlernen“, sagte er, „denn hier lernt man grundsolide Basics für den Rest des Leben.“ Nach zwei Praktika, „die richtig
viel Spaß gemacht haben“, stand auch für Christian Röndigs fest Koch zu werden. Am 1. August fing er im Hotel Peter an, und hat seinen Entschluss bis heute nicht bereut. Ebenso wenig wie Maximilian Meyer. Er geht mit viel Freude und Elan an seine Arbeit. Was sein Chef nur bestätigen kann. „Er ist noch nicht einen Tag schlecht gelaunt in die Küche gekommen“, so Peter. Und Meyer freut sich mit netten Kollegen zu arbeiten, in einer Atmosphäre, in der der Spaß nicht zu kurz kommt. Und auch wenn der Freitag- und Samstagabend sich für die Küchenmannschaft anstrengend gestaltete, weil sich alle natürlich von ihrer besten Seite zeigen wollten, war es „wie ein Klassentreffen“, so Peter, „Wir haben, richtig viel Spaß gehabt.“ Und so erlebten auch die Gäste wieder ein gastronomisches Highlight, das jedoch ganz anders war, als das, was sie sonst vom Küchenchef persönlich kennen. Denn jeder der Köche brachte seine persönliche Handschrift ein. „Sie haben frische und neue Akzente gezeigt“, so Peter, die ihm auch selbst neue Anregungen gegeben hätten. So wird das von Matthias Schössler kreierte Fasanenmus mit Himbeeren und Schokolade auf jeden Fall auf dem Silvestermenü 2018 zu finden sein. Auch die Weine zum Menü waren passend ausgesucht und wurden von Pamela Lutz vorgestellt, wie etwa der zum Dorschfilet auf Rote-Beete-Risotto (von Chris Wagner) gereichte „Der Salm Weiß“ von einem der ältesten Weingüter Deutschlands – Prinz Felix von Salm zu Salm – mit einer raffinierten Cuvée aus Scheurebe, Weißburgunder und Riesling oder der zum Dessert gereichte Dessertwein aus gleichem Hause, eine Kerner-Auslese von 1997. Eine Rarität, die das pinkfarbene Champagnersorbet perfekt abrundete. Mit Applaus wurden zum Schluss die Köche begrüßt, die ins Restaurant kamen, um sich den Gästen persönlich vorzustellen – nachdem diese sie bereits in kurzen Einspielfilmen kennen gelernt hatten – und natürlich auch, um die eine oder andere Frage zu ihrem Werdegang zu beantworten.