Till Demtrøder war schon als Kind begeistert von den Seenotrettern
CUXHAVEN tw · Der gestrige Dienstag war ein ganz besonderer für Schauspieler Till Demtrøder (Foto: tw). Er wurde zum Seenotretter-„Bootschafter“ 2018 der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt. Ein Amt, das er nicht nur „mit vollem Herzen und aus großer Überzeugung“ übernahm, sondern über das er sich auch wie ein Kind freute. „Ich kannte die Seenotretter schon seit Kindesbeinen und wollte immer mal im Beiboot mitfahren“, erzählt er. Auch aus seiner „Dienstzeit“ im „Großstadtrevier“ sind ihm die Seenotretter bekannt. „Wir hatten auf dem Tresen immer ein Spendenschiffchen stehen“ erinnerte er sich. Und war dann aber doch völlig erstaunt, dass die Seenotretter ohne jegliche staatliche Hilfe auskommen. „Das war mir lange überhaupt nicht klar. Es hat meinen Res­pekt noch mal vergrößert.“
Mehr als 2.050 Mal waren die Seenotretter im letzten Jahr auf Nord- und Ostsee im Einsatz und haben rund 500 Menschen aus Seenot gerettet beziehungsweise drohender Gefahr befreit. Die Besatzungen der an der niedersächsischen Nordseeküste stationierten Seenotrettungskreuzer haben bei 641 Einsätzen sieben Menschen aus Seenot gerettet und 77 weitere aus Gefahrensituationen befreit. Aber: „Der beste Einsatz ist der, der nicht gefahren wird“, betonte Pressesprecher Christian Stipeldey. „Jeder Mensch der nicht gerettet werden muss, ist viel Wert“, bestätigt Till Demtrøder, der als begeisterter Segler weiß: „Es geht nichts über die Sicherheit an Bord.“ Deshalb hat die DGzRS für Wassersportler auf der Internetseite www.sicher-auf-see.de Präventionsmaßnahmen zusammengestellt. Zudem gibt es seit einem Jahr die kostenlose Sicherheits-App „SafeTrx“, die über das Mobiltelefon die Route des Wassersportlers aufzeichnet und der Seenotleitung Bremen im Notfall den direkten Zugriff auf den aktuellen Standort erlaubt. „Mit Hilfe der App konnten bereits aufwendige Rettungsaktionen vermieden werden“, so Stipeldey.