Landkreis: Online-Befragung zur Lebensqualität gestartet
LANDKREIS tw · Wie kann es gelingen, in den ländlichen Regionen die Gemeinden zukunftsfähig zu gestalten und die Lebensqualität zu sichern? Bei der Beantwortung dieser Frage soll eine Online-Befragung in der Stadt Geest­land sowie in den Samtgemeinden Land Hadeln und der Gemeinde Wurster Nordseeküste weiterhelfen, die am vergangenen Donnerstag im Rathaus Langen unter der Überschrift „Glücklich? Gestalte deine Zukunft!“ offiziell gestartet wurde.
„Wir müssen wissen, was in den Gemeinden im Landkreis wichtig ist“, betonte Landrat Kai-Uwe Bielefeld. Für die Befragung seien mit Bedacht die drei Fusionsgemeinden gewählt worden, „da hier der größte Mehrwert zu erwarten ist“. Da die Lebensqualität entscheidend von den vorhandenen Einrichtung und ihrer Erreichbarkeit abhänge, sollen mit der Online-Befragung die Ansprüche und die Bedürfnisse der Bewohner an Versorgung und Mobilität zusammengetragen und aus den Ergebnissen Maßnahmen abgeleitet werden, wie die Versorgung gesichert beziehungsweise verbessert werden kann.
Durchgeführt wird die Befragung vom Beratungsunternehmen EBP Deutschland, das schon seit 2016 den Zusammenhang zwischen Mobilität und Versorgung untersucht, wie Stephan Kathke, EBP-Bereichsleiter für Stadt- und Regionalentwicklung aufzeigte. In einem ersten und zweiten Schritt wurde die Versorgungslage untersucht und aufgezeichnet wo gibt es Lebensmittelläden, Banken, Ärzte, wie können sie erreicht werden, wie sieht der Öffentliche Personennahverkehr aus sowie mit Experten gesprochen. „Um ein reales Bild zu gewinnen, wollen wir jetzt auch die Nutzer befragen“, sagte er und hofft auf eine zahlreiche Teilnahme, um ein möglichst gutes Stimmungsbild zu erreichen. Von Kitas, Allgemeinärzten, Supermärkten bis hin zum öffentlichen Nahverkehr werden die Teilnehmenden gebeten, ihre Nutzung und ihren Bedarf zu schildern. „Welche Einrichtungen nutzen Sie und wie erreichen Sie diese? In welchen Bereichen wünschen Sie sich ein besseres Angebot? Haben Sie Verbesserungsvorschläge?“ sind einige der Fragestellungen. Mitmachen können alle Bewohner ab 14 Jahren der beteiligten Gemeinden. Mitmachen würde sich dabei doppelt lohnen, so Kathke, denn die Bewohner könnten helfen die Zukunft ihrer Gemeinde mitzugestalten und zudem an der Verlosung von Preisen, wie etwa fünf iPads, teilnehmen. Die Befragung geht bis zum 19. April.
Wo die Probleme liegen sei dabei den Beteiligten bewusst, so Jürgen Zehm, erster Stadtrat der Stadt Geestland. So sei die Versorgungslage in den Gemeinden Bederkesa und Langen gut, je weiter man in die Peripherie komme, um so rudimentärer würde jedoch das Angebot. Durch die Umfrage könne jetzt genau festgestellt werden wo der Schuh drückt, aber auch wo es vielleicht schon Lösungsansätze gibt, wie Claus Johannßen, stellvertretender Bürgermeister der Samtgemeinde Land Hadeln, aufzeigte. „Wir haben sehr selbstbewusste Bürgermeis­ter und engagierte Bürger“, betonte er. „Die Impulse müssen aus den Dörfern kommen.“ Als Beispiel nannte er die Dorfladen-Initiative in Osterbruch sowie die Bürger AG in Oberndorf.
Die Befragung ist Teil des Modellvorhabens „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, in dem der Landkreis Cuxhaven eine von bundesweit 18 Modellregionen ist.
Die Ergebnisse werden in einer Abschlussveranstaltung am 19. Juni vorgestellt und diskutiert. Zur Online-Befragung kommen die Nutzer über die Internetseiten der Gemeinden: www.geestland.eu, www.otterndorf.de, www.wurster-nordseekueste.de

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