Polizeiinspektion stellt Kriminalstatistik 2017 vor
LANDKREIS mb · Am vergangenen Donnerstag stellte die Polizeiinspektion Cuxhaven die Kriminalstatistik 2017 für den Landkreis Cuxhaven vor. Auch wenn die Straftaten im letzten Jahr um 424 Taten gestiegen sind, bleibt der rückläufige Trend seit 2008 weiterhin bestehen. Insgesamt wurden im Landkreis 10.199 Straftaten aufgenommen und bearbeitet. Die Aufklärungsquote lag bei 59,37 Prozent.
Die wichtigste Zahl gleich zu Anfang: Auch in 2017 gab es weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt.
Im Bereich der Körperverletzung wurden insgesamt 1.044 Fälle aufgenommen, hiervon waren 79 Fälle Raubdelikte. Die Aufklärungsquote lag bei 88,90 Prozent und auch hier ist im Langzeittrend seit 2007 weiter ein Rückgang der Taten zu verzeichnen.
Im Bereich Sexualdelikte standen 124 Fälle einer Aufklärungsquote von 85,48 Prozent gegenüber. Zu beachten ist hier, dass sich die Fälle von Besitz und Verbreitung von kinderpornografischen Schriften mittlerweile bei Datenmengen im Bereich von Terrabytes bewegen. Dies hat ein erhöhtes Arbeitsaufkommen für die beteiligten Abteilungen zur Folgen. Ein wesentlicher Aspekt ist hier die Präventivarbeit der Polizei in Schulen, die seit letztem Jahr auch die dritten und vierten Grundschulklassen über die Risiken in sozialen Netzwerken aufklären.
Im Bereich Diebstahl und Wohnungseinbruch zeigt sich der Erfolg von Präventionsprojekten wie „K-Einbruch“ und „Vorsicht! Wachsamer Nachbar“. Von insgesamt 377 Wohnungseinbrüchen sind 40,1 Prozent, also 151 Fälle, Versuchstaten. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 25,2 Prozent. Insgesamt wurden der Polizei 3.624 Diebstähle bekannt. Der Langzeittrend ist auch hier rückläufig Kriminaloberrat und Leiter des zentralen Kriminaldienstes Arne Schmidt wies darauf hin, dass dies auch als Erfolg der Präventionsarbeit gewertet wird.
Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz werden auch in der Statistik erhoben, im Gegensatz zu anderen Straftaten sind diese allerdings zu den sogenannten „Hole-Delikten“ zu zählen. Auffällig ist hier, dass Großveranstaltungen wie beispielsweise das „Deichbrandfestival“ die Zahlen signifikant in die Höhe treiben können. So wurden im Bereich Nordholz im vergangenen Jahr 164 Fälle gemeldet. Einsatzleiterin Ilka Freyhat: „Nachdem das Festival mittlerweile an die 50.000 Besucher hat, wurde das Sicherheitskonzept noch einmal überarbeitet und an ähnliche Veranstaltungen wie Wacken oder Hurricane angepasst.“
Alle diese Zahlen, die das sogenannte „Hellfeld“ der Polizeikommissariate abbilden, sind laut Arne Schmidt ein Beleg dafür, „dass die Bürgerinnen und Bürger sowie die zahlreichen Touristen in der Stadt und im Landkreis Cuxhaven nach wie vor sicher leben können“. Dies ist die objektive Einschätzung der Polizei. Um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger in Stadt und Land Cuxhaven weiter zu fördern, bieten die Polizeikommissariate vielfältige Beratungsangebote und stehen den Räten der Kommunen bei städtebaulichen Veränderungen helfend zur Seite.

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