Stadtgesicht

Mrz 15, 2018

Ein Wettbewerb der KUBE
GEESTLAND tw · Unter dem Titel „#Stadtgesicht“ startet die Kunstschule KUBE in Bad Bederkesa einen Kunstwettbewerb für alle Bewohner Geestlands, aber auch Interessierte darüber hinaus an. „Mit dem Wettbewerb wollen wir die Teilnehmer anregen, den Blick auf das eigene Gesicht zu schärfen, wie sieht mein Nachbar oder Freund, aber auch die Umgebung aus“, erklärt die künstlerische Leiterin Simone Döscher die Idee hinter dem Projekt.
Die Aufgabe: Fotografien von sich, von Freunden oder von speziellen Orten künstlerisch verfremden. Ob digital mit Bildbearbeitungsprogramm oder analog mit Farbe, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: Die Fotografie soll über mehrere Stufen in eine neue Form gebracht werden. Dabei sollte sichtbar werden, welche Wandlung das Original bis zum Endergebnis durchlaufen hat.
Mit in der Jury sitzt auch Maja Manczak (Foto: tw), Langener Teilnehmerin bei „Germanys Next Topmodel 2017“. Bei der Vorstellung des Projekts am Dienstag nahm sie mit Begeisterung an einer Übung zur Schärfung des eigenen Blicks teil. 
Sie hatte sich sehr über das Angebot gefreut, erzählte sie, denn schon als Kind nahm sie selbst an Kunstwettbewerben teil und belegte das Fach Kunst als Leistungskurs. „Kunst ist für mich sehr wichtig. Und es ist spannend, das Ganze einmal von der anderen Seite aus zu betrachten.“
Sie findet es vor allem interessant, dass die Teilnehmer ihre Fotografien individuell und persönlich gestalten. „In den sozialen Medien sieht man oft die gleichen Sachen. Die Individualität geht verloren.“ Daher freut sie sich demnächst auf mehr Vielfalt.
Mit dem Wettbewerb beschreitet auch die KUBE neue Wege. „Es ist das erste Mal, dass wir digital arbeiten“, so Döscher. Als Unterstützung hat sie deshalb Fabian Menke und Jan Koch vom Studiengang „Digitale Medienproduktion“ der Hochschule Bremerhaven mit ins Boot geholt. Als die beiden, die schon vorher oft zusammen gearbeitet haben, von dem Projekt hörten, nahmen sie gleich Kontakt auf. „Wir freuen uns, an so einem Projekt teilzunehmen.“ Die beiden bringen dabei nicht nur ihr Fachwissen mit ein, sie haben auch das Layout des Flyers gestaltet.
Mit in der Jury und der Arbeitsgruppe für das Projekt sitzt Fotograf Bernd Otten, der betont, dass es reicht, eine gewisse Grundaffinität für das Thema und Motivation mitzubringen. „Grundlegende Kenntnisse können wir in den Workshops vermitteln.“ Diese finden von April bis September in den Bereichen Fotografie und Mediengestaltung statt, und zeigen wie man „richtig“ fotografiert, ein Bild aufbaut und gestaltet und gehen den Fragen nach: „Wie fotografiere ich mich selbst oder besondere Orte?“, „Welche Stimmung möchte ich vermitteln?“, „Wie verwandele ich ein Foto so, dass es nicht mehr zu erkennen ist?“. Dabei ist es egal, ob man lieber mit der Spiegelreflexkamera, der digitalen Kompaktkamera oder dem Smartphone fotografieren möchte – alle Geräte sind erlaubt.
Die Werke müssen bis zum 15. Oktober eingereicht werden. Die fertigen Bilder werden in den beiden Rathäusern in Langen und Bad Bederkesa ausgestellt. Über #stadt/ge/sicht haben die Teilnehmer zudem die Möglichkeit, ihren Weg zum fertigen Werk zu dokumentieren.
Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Stadt Geestland.
Für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren bietet die Kunstschule zudem in ihren fortlaufenden, offenen Ateliers auch das Thema „Porträt“ in analoger Form an.
Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sind unter www.kunstschule-bederkesa.de sowie telefonisch unter (04745) 51 51 erhältlich. 

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