Medienkompetenz aus berufener Hand für Schüler
CADENBERGE sh · Wenn sich einer in der Politik auskennt in Sachen Digitalisierung, dann sicherlich der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Ministerium für Straßenbau und Digitalisierung. Zudem ist das Mitglied des Bundestages auch einer der 90 Schirmherren aus dem Bundestag der Initative „erlebeIT“. Die hat es sich zum Ziel gesetzt, die Medienkompetenz an den Schulen zu fördern und zu stärken. Seit 2009 stellen Workshops an über 100 Projekttagen in ganz Deutschland sicher, dass Schüler und Schülerinnen nicht in der digitalen Welt verloren gehen.
Wie jetzt an der Schule Am Dobrock in Cadenberge der Trainer Thilo Lübker mit der 7. Klasse unter Beweis stellte, ist die Medienkompetenz bei den 12- bis 13-jährigen bereits recht hoch. Am Projekttag von erlebeIT erarbeiten die Jugendlichen zusammen mit ihrem Workshopleiter, und in diesem Fall mit dem Politiker Enak Ferlemann, was Datenschutz, Kommunikation im Netz oder das Urheberrecht für den Alltag bedeuten. Workshopleiter Thilo Lübken geht davon aus, dass gut 91 Prozent aller Unternehmen digitale Kompetenz bei Berufseinsteigern voraussetzen. „Es ist also für die Jugendlichen immens wichtig, sich diese Kenntnisse anzueignen, um souveräner Teil der digitalen Gesellschaft zu werden.“
Dass bei den Schülern diese Kompetenz bereits in gro­ßen Bereichen vorhanden ist, bestätigt der Workshop an der Schule Am Dobrock. So wurden die Rollenspiele zu den einzelnen Themenbereichen von den Schülern überzeugend dargestellt. Enak Ferlemann stieß beim Bericht über seine eigenen Erfahrungen mit digitalen Medien auf großes Interesse. Ob er denn schon einmal gemobbt worden sei über das Internet, ob er viele Freunde bei facebook habe und wie es denn in seiner Jugend mit dem Internet gewesen sei, wurde Ferlemann von den Jugendlichen gefragt. Dass es zu seinen Jugendzeiten noch gar kein Internet gab, war den meisten bis dahin gar nicht klar. Eine Frage, die unabhängig vom Alter der Anwesenden jeden beschäftigte, nämlich die Frage wann es denn „schnelles Internet für jeden“ gäbe, stellte Ferlemann selber in den Raum. Und versprach, sich im Rahmen seiner Aufgabe im Bundestag gerade für die ländlichen Regionen verstärkt darum zu bemühen.

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