AG Osteland: Sieben „Goldene Hechte“ verliehen
ELM re · Zum 14. Tag der Oste lud am vergangenen Sonntag die Arbeitsgemeinschaft Osteland in Schomakers Landgasthof nach Elm ein. Quasi auf der Hälfte des Flusslaufs trafen sich rund 160 Gäste, um die Verleihung der „Goldenen Hechte“, dem Kulturpreis der AG Osteland zu verfolgen.
Aus dem Cuxland kamen gleich drei Preisträger: Stellvertretend für die gute Nachwuchsförderung der Musikschule An der Oste nahm die 15-jährige Marina Ibs von Seth ihren Preis entgegen. Im Anschluss erfreute sie die Gäste mit einigen Stücken am Klavier. Ein weiterer Preis ging an den gebürtigen Osterbrucher Heiko Völker für sein Engagement in der Heimatgeschichte. In mühseliger Kleinarbeit hat er alte Schriften für die heutige Zeit lesbar gemacht sowie zahlreiche Bücher und Artikel veröffentlicht. Seit gut zehn Jahren beschäftigt sich Frank Auf dem Felde mit der Geschichte seines Heimatdorfes Osten. Dort bietet er jährlich mehrere Führungen durch das Schwebefährendorf an und lässt so alte Heimatgeschichte wieder auferstehen.
Weiterhin mit dem Goldenen Hecht ausgezeichnet wurde Ewald Sölter in der Kategorie Dorfleben für seinen Einsatz um den Heimathof Hüll. Ebenfalls aus dem Landkreis Stade kommt Dirk Ludewig aus Drochtersen, der sich im Bereich Kultur als Organisator zahlreicher Veranstaltungen einen Namen gemacht hat. In der Kategorie Wirtschaft erhielt Laura Martin aus Selsingen den Preis für ihren Einsatz um das Oste-Café an der Wassermühle in Eitzte. In der Kategorie Natur ging der Preis an den Verein „Moorbahn-Burgsittensen“, der seit 20 Jahren Besucher in die Einzigartigkeit einer Moorlandschaft einweiht.
Festredner Andreas Ehresmann, Leiter der Stiftung Lager Sandbostel, berichtete, dass überall entlang der Oste Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz waren, die ganz unterschiedlich behandelt wurden. In den Sonderausstellungen im Lager Sandbos­tel würde auf beide Seiten hingewiesen. „Durch diese neutrale Betrachtung sind wir mittlerweile gut in der Gesellschaft angekommen.“ Allerdings warnte er vor einem Wandel der Denkweise in Deutschland: „Durch eine bestimmte Partei werden immer wieder Versuche unternommen, verbale Grenzen zu überschreiten. Dem müssen wir entgegen wirken.“

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