Benefizkonzert am 15. April im TiF mit Special Guests
BREMERHAVEN tw · Seine Konzerte sind Jazz-Veranstaltungen der Extra Klasse. Am Sonntag, 15. April, ist Jörg Seidel mit Special-Guests ab 17 Uhr im Theater im Fischereihafen (TiF) zu Gast. Das Benefizkonzert zugunsten eines Kunstprojekts für und mit Bewohnern der Pflegeeinrichtung „Haus im Park – das Zuhause für Menschen mit Demenz“, findet auf Initiative des Vereins Solidar e.V. und der Elbe-Weser Sparkasse mit Unterstützung des Lions Clubs Bremerhaven statt.
Die Solidar-Vorsitzende Angela Geermann und Ursula Möller-Stransky, ebenfalls Mitglied im Verein und seit vielen Jahren selbst Altenpflegerin sowie Dozentin der Altenpflege, freuten sich bei einem Pressegespräch am vergangenen Donnerstag dabei vor allem auf den Synergie­effekt – gemeinsam einen schönen musikalischen Abend zu genießen, bei dem die Besucher auf ganz unbeschwerte Art auch mit dem Thema Demenz in Berührung kommen können. Denn die Demenz sei ein Angst besetztes Thema, so Möller-Stransky. Eine Angst, der man mit mehr Wissen um die Krankheit entgegenwirken könne. Wichtig sei, sich bewusst zu machen, dass das Kognitive nicht mehr wichtig sei, im Vordergrund stünden Bedürfnisse, Gefühle, Motivation und Antrieb.
„Es gibt viel Unwissen und Angst“, bestätigte auch Alexander zu Putlitz, Vorstandsmitglied der Wespa. „Wir werden alle älter, das bedeutet, dass wir immer mehr mit Demenz in Berührung kommen, und deswegen ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen. Mit dem Konzert können wir das Thema in den Mittelpunkt rücken.“ Es ist deshalb auch nicht das ers­te Mal, dass die Wespa – auch mit Unterstützung des Lions Clubs Bremerhaven – Solidar e.V. unterstützt. Der Freiwillige Soziale Dienst bemüht sich darum, die Lebensqualität älterer und hilfsbedürftiger, dementiell veränderter Menschen zu verbessern und ein Leben in Würde zu unterstützen und engagiert sich mit über 60 Ehrenamtlichen für die Pflegeeinrichtung Haus im Park.
Auch Jörg Seidel ist das Thema Demenz nicht unbekannt. Er kam durch seine Mutter, die sich selbst 20 Jahre in der Demenzbetreuung engagierte, mit der Krankheit in Berührung. Für ihn ist es deshalb selbstverständlich sich für den Verein zu engagieren.
Jörg Seidel steht am 15. April natürlich nicht allein auf der Bühne. Im ersten Teil ist mit einem Tribute to Red Norvo Hendrik Meurkens aus New York mit dabei. „Ein Ausnahme-Musiker, der an Mundharmonika und Vibraphon sicherlich zu den besten Musikern weltweit gehört“, so Seidel, und als legitimer Nachfolger des Vibraphonspielers Lionel Hampton gelte. Komplettiert wird das Trio durch Peter Inagawa aus Berlin am Kontrabass. Während Meurkens im ers­ten Teil am Vibraphon zu hören ist, zeigt er im zweiten Teil sein Können an der Mundharmonika. Mit auf der Bühne steht dann Ben Hansen, der mit zur ersten Liga der europäi­schen Jazzklarinettisten im Stile eines Benny Goodmann gehört.
Die Schirmherrschaft hat die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Lückert übernommen. „Wichtig ist die Enttabuisierung“, sagte sie, um normal mit der Demenz umgehen zu können. „Dass es uns schwer fällt liegt daran, dass wir Angst haben, etwas falsch zu machen.“ Dabei könne es ganz einfach sein, wie Möller-Stransky findet. „Es kommt auf das Herz und auf die Emotionen an“, betonte sie. Und das Konzert würde ebenfalls „Emotionen pur vermitteln“. Der ideale Ort also um sich mit dem Thema zu befassen.
Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und auf www.tif-bremerhaven.de.

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