HELGOLAND re · Dass Seenotretter bisweilen auch Tieren, die in Not oder Gefahr geraten sind, helfen, kommt vor. Ein „Seepferdchen“ haben sie allerdings gestern zum ersten Mal geborgen.
Auf der Rückfahrt von einem Routineeinsatz machten die Seenotretter der Station Helgoland eine merkwürdige Beobachtung: Einige Seemeilen nördlich der Insel trieb etwas im Wasser, das verdächtig nach einer aufgeblasenen Rettungsweste aussah. „Die weiße Farbe war ungewöhnlich“, sagte Vormann Jörg Rabe, „aber auf See schaut man besser nach, wenn man etwas Ungewöhnliches beobachtet.“
Er steuerte den Seenotrettungskreuzer darauf zu, und die Besatzung stellte schnell fest, dass niemand in Not war. Um Meldungen aus der Schifffahrt über eine weitere Sichtung zu vermeiden, holten sie das „Ding“, dass sich als Gasluftballon herausstellte, aus dem Wasser.
Was es nun genau ist? „Die Besatzung meint, es sei ein Einhorn oder ein Seepferdchen!“, schmunzelt Jörg Rabe. Der Zustand des „Schiffbrüchigen“ sei den Umständen entsprechend gut: „Als ich fragte, wie es „ihm“ geht“, so Jörg Rabe, kam die Meldung auf die Brücke: ‚Sehr gut! Er schwebt schon unter der Decke!‘“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.