BREMERHAVEN tw · Eine gute Nachricht für Intendant Ulrich Mokrusch hatte Kulturdezernent Michael Frost bei der Pressekonferenz am Donnerstag im JUB zum neuen Spielzeitheft im Gepäck – der Etat für das Stadttheater wird um 160.000 Euro erhöht. Perspektivisch soll zudem ein Konzept entwickelt werden, das dem Stadttheater mehr Planungssicherheit geben soll. „Denn ein Teil des Selbstverständnisses Bremerhavens wohnt auch im Stadttheater“.
Dieses geht mit dem Motto „Das letzte Theater vor New York“ in die Spielzeit 2018/2019. Im Mittelpunkt stehen Stücke, die das Verhältnis Amerika-Deutschland beleuchten. „Wir wollen uns nicht von jemandem mit orangefarbenen Haaren unser Bild von Amerika vorschreiben lassen“, so Mokrusch, „sondern selber entscheiden, welchen Bezug wir zu Amerika haben“. Und als das letzte Theater vor New York will das Stadttheater „mit allen theatralischen Mitteln nachspüren was Amerika als Sehnsuchtsort ausmacht und was uns mit Amerika verbindet.“
Das Musiktheater startet am 22. September mit „Sunset Boulevard“ von Andrew Lloyd Webber in die neue Spielzeit. Basierend auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder erzählt es den Aufstieg und Fall einer Filmdiva vor dem Hintergrund einer gnadenlosen Filmindustrie. Weiter geht es mit der wohl bekanntesten Oper der Welt, Mozarts „Zauberflöte“ am 3. November. Hervorragend ins Motto passe auch die Oper „Madame Butterfly“, die am 25. Dezember Premiere feiert, „eines der schönsten Puccini-Werke“, wie Generalmusikdirektor Marc Niemann findet. Eine Oper, die eindringlich vom Zusammentreffen fremder Kulturen erzählt. Mit „Die Herzogin von Chicago“ folgt am 9. Februar 2019 eine große Ausstattungsoperette von Emmerich Kálmán, in der neue und alte Welt musikalisch aufeinander treffen. Charleston versus Csárdás, Foxtrott versus Walzer. Auf einen Ritt durch die Musikgattungen von Ragtime und Blues über Musical bis zu expressiver Moderner und großer Oper können sich die Besucher bei der Western-Oper „Gier nach Gold“ des amerikanischen Komponisten William Bolcon freuen, die in einer deutschen Erstaufführung ab dem 23. März 2019 zu sehen ist.
Die Tanzoper „Maria de Bue­nos­ Aires“ von Astor Piazolla, die am 27. April 2019 Premiere feiert, verschränkt Schauspiel, Musik und Tanz mit den verschiedenen Stilen des Tango.
Im Bereich Ballett steht mit „Ein Sommernachtstraum“ am 20. Oktober eine Uraufführung ins Haus, in der die Musik von Mendelssohn Bartholdy auf das 1. Violinkonzert von Philip Glas trifft. Mit „On the Road“ steht dann im nächsten Jahr am 9. März zum ersten Mal ein neuer Tanzabend mit dem Ballett des Stadttheaters und einer internationalen Tanzcompagnie auf dem Programm.
Tanzbegeisterte erwartet vom 13. bis 19 Mai ein besonderes Highlight – die „Tanztage Bremerhaven 2019“ freuen, zu der verschiedene internationale Tanzcompagnien eingeladen wurden.
Im Schauspiel feiert am 29. September das Stück „Hiob“ von Joseph Roth Premiere, das die Geschichte des Thoralehrers Mendel Singer erzählt die vor dem ersten Weltkrieg in Russland beginnt und im amerikanischen Exil endet. Es folgen am 10. November Arthur Millers Geschichte „Tod eines Handlungsreisenden“, die den Absturz des Selfmademanns Willy Lohmann erzählt, „Talk Radio“ von Eric Bogosian, die einen Blick auf die Medienlandschaft wirft und zeigt was passiert, wenn man für das, was man sagt, nicht mehr geradestehen muss. Aktuelle Anknüpfungspunkte zeigt das berühmte Musical „Cabaret“ mit der Musik von John Kander ab dem 23. Februar 2019.
Das gesamte Programm auch mit den Sinfoniekon­zerten und den Aufführungen des Jungen Theaters Bremerhaven (JUB) sind im neuen Programmheft zu finden, das man auch im Internet unter www.stadttheater-bremerhaven.de durchblättern kann.

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