CADENBERGE sh · Die Erneuerung der SPD ist das alles beherrschende Thema der Partei sowohl bundesweit als auch regional. Dass Erneuerung aber strukturell und nicht unbedingt personell gemeint ist, zeigte der Unterbezirksparteitag in Cadenberge. Hier setzten sich Erfahrung und politisches Knowhow auch mit den Stimmen der Jusos durch. Gegenkandidaten bei den Wahlen des Vorstandes gab es dabei nicht. Was von einigen Mitgliedern zwar angemerkt, aber nicht angemeckert wurde. So konnte sich Uwe Santjer über 98,8 Prozent Zustimmung freuen. Auch die Stellvertreter Katja Bößling, Oliver Lottke und Jan Tiedemann erhielten überzeugende Ergebnisse. Zum Kassierer wurde Arnold Ehlers, zur Schriftführerin Claudia Schuhmacher gewählt.
Weitere Wahlen betrafen die Beisitzer des Vorstandes, die Bezirks-, Landes- und Bundesdelegierten sowie den Landesparteirat. Zwischen den Wahlgängen wurde nicht nur über eine Änderung der Unterbezirkssatzung und andere Beschlüsse beraten, sondern auch das Mitglied des Europäischen Parlamentes Tiemo Wölken um einen Vortrag gebeten. Er warnte vor einem Scheitern der EU. „Europa steht auf der Kippe“ und müsse vor Populisten und Rechten geschützt werden. „Das Friedenskonzept Europa kann nur die SPD retten“, zeigte sich Wölken überzeugt. Und für ihn sei dabei klar, dass Deutschland ein stabiles Europa brauche und nicht etwa umgekehrt. Und zwei Dinge ständen momentan besonders im Fokus. Es gelte eine EU-Erweiterung nur langsam und verhalten zu betreiben und die EU brauche, um nicht von nationalen Interessen abhängig zu sein, eigene Einnahmequellen.
Die von dem alten Vorstand zur Diskussion und Abstimmung gestellten Anträge wurden durch das Plenum mit wenigen Änderungen bestätigt. So wird in Zukunft der Unterbezirk unter dem Namen SPD-Cuxland nach außen agieren und die Anzahl der vertretenden Vorstandsmitglieder wurde auf drei erweitert. Und statt Büroleiterin Elke Jährling, die in den Ruhestand ging, führt jetzt Geschäftsführer Manuel Kramer die Geschäftsstelle in Cuxhaven. Der konnte auch berichten, dass trotz der bundesweiten Eintrittswelle bezüglich der Koalitionsdiskussion die Mitgliederzahlen stabil geblieben sind. Und bereit strukturelle Veränderungen einzugehen, bewies die vom Vorstand getragene Äußerung von Claus Johannßen, wegen der Unterstützung von Landrat Bielefeld bei der kommenden Wahl nicht zwingend weiter auf die Kooperation mit der CDU im Kreistag zu setzen,

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