CUXHAVEN sh · Was für ein Unterschied zu den letzten Jahren. Beim diesjährigen Duhner Wattrennen war vieles wie immer, aber eines war ungewohnt. Sonnenschirme statt Regenschirme waren gefordert, denn selten hat man derart heiße Temperaturen an der Elbmündung erlebt. Beim traditionellen Bügeltrunk vor dem Strandhotel Duhnen erhoben dann auch prompt die Redner Anspruch auf „ihren“ Verdienst als Wettermacher.
Was bei keinem Wattrennen fehlen darf, ist die Sorge um das Wohl der Tiere. Dass es auch dieses Jahr keinen Grund für tierschutzrechtliche Vorwürfe gab, machten sowohl Präsident Jos van der Meer als auch Landrat Kai-Uwe Bielefeld deutlich. Auch Umweltminister Olaf Lies hatte keinerlei Bedenken. Schließlich kontrollierten nicht nur ausreichend Veterinäre des Landkreises erkennbar das Renngeschehen, sondern es waren auch wie der Landrat sagte „verdeckt arbeitende Tierärzte unterwegs“.
Mit dabei auch dieses Jahr die Haflinger-Freunde Kreis Cuxhaven, die später noch das Schaubild „Wikinger – Aufbruch von Haithabu“ am Strand präsentierten. Umrahmt wurden sie beim Bügeltrunk musikalisch von der Parforcehornbläsergruppen der Jägerschaften „Wesermünde-Bremerhaven“ und „Land-Hadeln/Cuxhaven“. Beeindruckend für die Zuschauer auch der Auftritt des Quadriga-Gespann des Haflingerhofes Luber aus Bayern. Nach der offiziellen Eröffnung durch den Präsidenten Jos van der Meer mit den Schirmherrn Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies erfolgte traditionsgemäß die Freigabe des Watts durch Meeresgott Neptun. Unterstützt wurde Wassergott Neptun dabei aus der Luft. So zeigte die Fallschirmsportgruppe Ganderkesee mit einer Punktlandung im Siegerehrungsfeld ihr Können und mit einer fliegerischen Vorführung brachte sich auch das Marinefliegerkorps aus Nordholz ein.
Die Rennen selbst waren auch dieses Jahr wieder spannend und brachten durchaus überraschende Sieger. Bei den beiden wichtigsten, weil am höchsten dotierten Rennen zeigten allerdings die Routiniers ihr Können. So siegte beim 7. Rennen, dem Rennen um den Wanderpokal des Niedersächsischen Ministerpräsidenten, dem IDEE-Kaffeepreis und dem Preis der VGH Ronny Bonk auf Schwarze Perle aus dem Stall S&K. Und beim anschließenden Rennen, dem Preis der Stadtsparkasse Cuxhaven um das Blaue Band des Wattenmeeres war Kornelius Kluth auf Sjs Sunday der Besitzerin Marion Jauß der Schnellste.
Nach zwölf Rennen plus dem Ponyrennen mit den jüngsten Teilnehmern waren die Zuschauer zufrieden. Sie hatten spannende Rennen gesehen, wurden an den zahlreichen Buden am Deich bestens versorgt und einige Besucher hatten bei den Rennwetten auch persönlich gewonnen. Jos van der Meer behielt dabei mit seinen Gewinnhinweisen an die Zuschauer Recht. Denn in den ersten Rennen lag der Gewinn bei einer Wette bei einem Einsatz von 10 Euro durchaus schon bei knapp 4.000 Euro. So konnten am Ende der Veranstalter mit seinen rund 1.000 ehrenamtlichen Helfern, die Sponsoren aber auch die Besucher ein positives Fazit ziehen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein heißer Renntag war vorbei.

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