BREMEN re · Rund 25.000 Menschen haben sich am Sonntag am Tag der Seenotretter über die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an Nord- und Ostsee informiert. Ihren Aktionstag hat die DGzRS in diesem Jahr zum 20. Mal veranstaltet.
Zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten besuchten dieses Mal rund 25.000 Freunde und Förderer der DGzRS die Seenotretter. Die Besatzungen der Seenotrettungskreuzer und -boote zeigten Rettungsübungen, luden zur Besichtigung an Bord ein und informierten über ihre vielfältige Arbeit.
Auf der Station Laboe machte einer der freiwilligen Seenotretter seiner Freundin einen spektakulären Heiratsantrag: Bei der Rettungsübung mit einem SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine flogen die Piloten den Antrag auf einem Tuch an den Seenotrettungskreuzer BERLIN heran. Christian Köstler machte auf diese Weise seiner Freundin Jessica Funke, die selbst ehrenamtlich für die DGzRS tätig ist, einen Heiratsantrag. Ein lautes „Ja“ konnten alle Seenotretter auf der “Berlin” bezeugen.
Auch in diesem Jahr erhielten die Seenotretter große Unterstützung bei der Durchführung. In Timmendorf auf Poel wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt Wismar extra zum Tag der Seenotretter auch der Leuchtturm zur Besichtigung geöffnet. Andernorts beteiligten sich die Freiwilligen Feuerwehren an den Übungen, Musikgruppen traten ohne Gage auf, Familien und Freunde halfen beim Kuchenverkauf oder Kinderprogramm. In Grömitz unterstützen auch die Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Tag der Seenotretter: „Auch ein Tag der Seenotretter ist eben Teamarbeit!“, sagte dazu der diensthabende Vormann Markus Davids. Nicht nur in Grömitz erstreckte sich die Veranstaltung sehr zur Freude von Urlaubern und Gästen über zwei Tage. Die begehrten T-Shirts zum Tag der Seenotretter waren vielerorts schon am Mittag ausverkauft.
Der Tag hat für die Seenotretter eine große Bedeutung. Besucher können die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der DGzRS kennenlernen und hautnah erleben. Die gesamte Arbeit der DGzRS wird ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert.

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