CUXHAVEN mb · Am Montagnachmittag konnte die Vorsitzende der Joachim Ringelnatz Stiftung Erika Fischer dem begeisterten Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann im Zuge einer Führung durch die Ausstellung den neuen Multimedia-Part der Ausstellung zeigen. Denn die parlamentarische Sommerpause wird von Politikern gerne genutzt, um auf große Sommertour zu gehen. Auf diesen Touren besuchen sie ihre Wahlkreise, Orte, an denen sie wichtige Verbindungen knüpfen können und manchmal besuchen sie dabei auch alte Freunde. So wie Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann. Nachdem er von Berlin einen kleinen Schlenker über Hamburg machte, führte ihn sein Weg am späten Nachmittag in das Ringelnatz-Museum in Cuxhaven. Hier traf er mit der Vorsitzenden der Joachim-Ringelnatz-Stiftung Erika Fischer eine alte Wegbegleiterin und persönliche Freundin.
Denn zusammen mit ihrem Mann Peter Fischer, ehemaliger niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Technologie und Verkehr, entwickelten alle drei im Jahr 2000 im Zusammenhang mit der Ausstellung „Ringelnatz! Ein Dichter malt seine Welt.“ aus Göttingen gemeinsam die Idee einer dauerhaften Ausstellung über Joachim Ringelnatz.
Nachdem 2001 eine Stiftung zur Finanzierung gegründet wurde, konnte im November 2002 das Joachim Ringelnatz Museum in Cuxhaven eröffnet werden. Bürgermeister Bernd Jothe erinnerte daran, dass Thomas Oppermann bereits im Jahr 2000 feststellte, dass eine umfassende Aufarbeitung der Werke von Ringelnatz zum einen aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber dem Nazi-Regime als auch weil er einfach Spaß macht, nötig wäre. Bei seinem erneuten Besuch stellte der frühere niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Thomas Oppermann nun fest: „Aus einer einmaligen Ausstellung ist ein kleines, aber feines Museum geworden. Es bietet mit seiner Vielzahl an Dokumenten in einem fast optimal genutzten Gebäude einen umfassenden Überblick über einen vielfältigen und interessanten Künstler.“
Während einer kleinen, aber sehr lehrreichen Führung durch die Ausstellung konnte der Bundestagsvizepräsident auch immer wieder mit seinem eigenen Wissen über den Schriftsteller und Maler überzeugen. So ergänzte er schon in dem Raum über die verschiedenen Wohnorte von Ringelnatz: „Er ist ja auch gerne geflogen und legte die Strecken zwischen den Städten wenn möglich mit dem Flugzeug zurück.“ Stiftungsvorsitzende Erika Fischer freute sich im Obergeschoss des Museums sehr, dann auch den Beweis in Form einer Lufthansa-Karte erbringen zu können.
Insgesamt war dieser Termin der Sommertour von Thomas Oppermann eher unpolitisch, auch wenn mit Bürgermeister Bernd Jothe, Uwe Santjer, Mitglied des Niedersächsischen Landtages und Horst Huthsfeldt, Mitglied des Kulturausschusses drei Vertreter unterschiedlicher Fraktionen aus Stadt und Landkreis Cuxhaven anwesend waren. Alle Anwesenden einte der Wunsch, das Joachim-Ringelnatz-Museum in Cuxhaven zu fördern und wenn möglich praktische und pragmatische Hilfestellungen zum Beispiel mit ausreichender Beschilderung zu geben. Denn auch wenn Thomas Oppermann es sehr bedauerte, gibt es für stiftungsgebundene Einrichtungen wie das Ringelnatz-Museum keine dauerhaften Töpfe in Berlin. Aber ebenso wie auch Uwe Santjer versprach er, bei Sonderausstellungen finanziell zu unterstützen.

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