ELMLOHE sh · Ungemein spannend und äußerst knapp ging das Springen um den Großen Preis des Landkreises Cuxhaven wieder einmal aus. Insgesamt 38 Reiter hatten sich für das Finale qualifiziert, 13 schafften es ins Stechen. Am Ende hatte Carsten-Otto Nagel das Halfter vorn. Neben vier weiteren Reitern hatte auch er das Stechen ohne Abwurf gemeistert, war aber mit einer Zeit unter 40 Sekunden deutlich am schnellsten. Als Preis gab es einen „VW up“. Es war sein erster Sieg in Elmlohe in einem S****-Springen, der höchsten nationalen Kategorie.
Auch das 68. Turnier glänzt wieder mit seiner großen sportlichen Bandbreite und einem breitgefächerten Prüfungsangebot. Besonders für das Nebeneinander, teils Gegeneinander von Profis und Amateuren ist Elmlohe bekannt. Neben Prüfungen für Reiterinnen und Reiter aus der Region stehen eine Youngster-Tour für 7- und 8-jährige Springpferde sowie Springen in der Kleinen, Mittleren und einer Großen Tour auf dem Programm. Das Highlight ist der Große Preis. Elmlohe ist eines der wenigen nationalen Turniere in Deutschland, das sein Finale als Viersterne-Prüfung ausschreibt. Geritten wird in dem ****-Springen mit Stechen um insgesamt 30.000,- Euro Preisgeld. Beste Voraussetzungen für die Dressurprüfungen der Elmloher Reitertage – vom Reitpferdechampionat bis hin zu den Viersterne-Dressuren. Das attraktive Dressurangebot ließ auch dieses Jahr keine Wünsche offen.
Auch die Leistungen in den anderen Wettbewerben zeigte die Klasse von Reitern und ihren Pferden. Bei strahlendem Sonnenschein, bis auf eine kurze Eintrübung am Samstag, durchaus nicht normal für die Tage in Elmlohe, fanden die Wettbewerbe auf bestem Geläuf statt. Schirmherrin Ministerin für Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen sprach dazu auch dem Veranstalter ein großes Lob aus. „Die Wettbewerbsbedingungen für die Reiter und ihre Pferde sind unglaublich gut.“ Rolf Sünderbruch als Vorsitzender des Kuratoriums für Pferdesport strahlte sichtbar bei den, wie er sagte, „Worten aus berufenem Mund.“ Schließlich ist die Verteidigungsministerin früher selbst als Reiterin durchaus auch sportlich erfolgreich gewesen.
Großer Sport, jede Menge Unterhaltung, beste Versorgung sowohl flüssig als auch fest und ein ungezwungener Kontakt zwischen Sportlern und Besuchern machten das Flair dieser Veranstaltung aus. Rund 25.000 Besucher an den vier Tagen sind eine gute Bilanz.

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