SCHORTENS re · Der jüngste Zuwachs im Team der Nordsee GmbH ist gerade einmal 12,1 Kilogramm schwer und hat das dickste Fell von allen. Die Nordsee GmbH hat auch in diesem Jahr die Patenschaft für einen verwais­ten Seehund übernommen und unterstützt damit die Arbeit der Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich. Auf ihrer Facebook-Seite startete die Nordsee GmbH die Suche nach einem geeigneten Namen für den verwaisten Meeressäuger. Viele der über 74.000 Nordsee-Fans machten mit. Die Mehrheit sprach sich schließlich für „Swantje“ aus.
Mit nur 7,8 Kilogramm und 76 Zentimetern Länge wurde der kleine Heuler am 21. Juni in Sautelersiel aufgenommen. Ein wenig zerzaust und stark geschwächt sei es nach Angaben der zuständigen, ehrenamtlichen Wattenjagdaufseher gewesen. Die Mitarbeiter der Seehundstation stellten den Heuler vorerst unter Quarantäne. „Das ist die gängige Vorgehensweise, um das Tier in Ruhe zu beobachten, die Eingangsuntersuchungen abzuschließen und damit auch die anderen Seehunde in der Station vor eventuellen Krankheiten zu schützen“, so Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation. Der verwaiste Heuler wurde in den letzten Wochen in der Seehundstation von fachkundigen Pflegern und vielen freiwilligen Helfern aufgezogen und schwimmt nun schon im großen Freischwimmer-Becken. Zurzeit kümmert man sich in Norddeich um 150 Heuler.
Mit der Seehund-Patenschaft übernimmt Die Nordsee GmbH die Futterkosten für Swantje. „In unserer Kommunikationsarbeit heben wir häufig die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des Wattenmeeres hervor. Mit dieser Patenschaft lassen wir unseren Worten auch Taten folgen“, begründet Carolin Wulke, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH diese Entscheidung. Gerade die Tourismuswirtschaft zehre von der intakten Natur im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, so Wulke weiter.
Trotz des Aufenthaltes in der Aufzuchtstation bleiben Seehunde wilde Tiere, die in der Nordsee zuhause sind. Wenn alles gut läuft, hat sich das Nordsee-Mitglied auf Zeit schon bald ein Gewicht von mindestens 25 Kilogramm angefuttert. Dann wird der kleine Heuler stark genug sein, um freigelassen zu werden. Interessierte Facebook-Fans hält die Nordsee GmbH über die Fortschritte und eine Auswilderungsfahrt unter facebook.com/DieNordsee auf dem Laufenden.

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