BREMERHAVEN re · Zu einem scheren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang kam es am Sonntag gegen 10.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bremerhaven-Wulsdorf und Bremerhaven-Süd. Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr ein 53-jähriger Mann aus Geestland zusammen mit seiner 49-jährigen Beifahrerin die Autobahn 27 in Richtung Süden. Hierbei fuhr er einen Pkw mit Pferdeanhänger. Vermutlich aufgrund gesundheitlicher Probleme fuhr ein 79-jähriger Mann aus Korschenbroich/Nordrhein-Westfalen samt 78-jähriger Beifahrerin mit seinem Pkw nahezu ungebremst auf den Pferdeanhänger auf. Durch den Aufprall riss der Pferdeanhänger vom Zugfahrzeug ab, schleuderte herum und bleib seitlich auf der Fahrbahn liegen. Das Zugfahrzeug kam circa 50 Meter weiter auf dem Pannenstreifen zum Stehen. Der den Unfall verursachende Pkw kam erst rund 700 Meter weiter an der Seitenschutzplanke in der Ausfahrt der Anschlussstelle Bremerhaven-Süd zum Stehen. Trotz Reanimationsversuchen durch die Rettungskräfte verstarb der 79-jährige Unfallverursacher noch an der Unfallstelle. Seine Beifahrerin wurde schwer verletzt und kam in ein Krankenhaus. Die beiden Insassen des Pferdetransporters wurden durch den Unfall leicht verletzt und kamen ebenfalls in ein Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden von circa 25.000 Euro. Aufgrund der umfangreichen Spurenlage, der Größe der Unfallstelle und dem damit verbundenen Aufwand der Spurensicherung vor Ort wurde die Fahrbahn in Richtung Bremen für circa fünf Stunden voll gesperrt. Der aufgestaute Verkehr wurde unter polizeilicher Anleitung mit Hilfe der Autobahnmeisterei Debstedt entgegen der Fahrtrichtung zurück zur Anschlussstelle Bremerhaven-Wulsdorf geführt und dort abgeleitet. Die Autobahn wurde gegen 15.30 Uhr wieder freigegeben. Durch den Unfall kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn und im Stadtgebiet Bremerhaven. Das Verhalten der aufgestauten Verkehrsteilnehmer muss hierbei als stellenweise lobenswert, stellenweise aber auch als rücksichtslos, unverantwortlich und beleidigend gegenüber den eingesetzten Rettungskräften und den Polizeibeamten genannt werden. Während viele Verkehrsteilnehmer anerkennende Worte für die Arbeit der Polizei und den Rettungskräften fanden, sich dabei vorbildlich verhielten und sogar Verpflegung in Form von Getränken anboten, mussten einigen Verkehrsteilnehmern explizit Platzverweise für die Unfallstelle erteilt werden, da sie fortlaufend die Spurensicherungs- und Unfallbearbeitungsmaßnahmen vor Ort störten. Nachdem die Platzverweise erteilt wurden, betitelten die Verkehrsteilnehmer die eingesetzten Beamten unter anderem als „unfähige Idioten“ und „Arschlöcher“. Sie verließen auch erst unter Androhung von Folgemaßnahmen die unmittelbare Unfallstelle.

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