BALJE re · Fast mutet das Bild wie eine Szene aus dem Katastrophenfilm „Armageddon“ an. Auf dem Siegerbild des Fotowettbewerbes „Glanzlichter“ scheint ein rot glühender Meteorit auf die Erde zu stürzen. Ungewöhnliche Perspektiven und etwas Rätselhaftes – das zeichnet viele der Aufnahmen in der gleichnamigen Ausstellung, die ab Donnerstag, 16. August, im Natureum Niederelbe in Balje zu sehen ist, aus. Im Falle des Gesamtsiegerbildes ist die Erklärung verblüffend einfach. Das Bild ist buchstäblich auf den Kopf gestellt, der „Meteorit“ ist eine Insel im Rio Tinto und die „bedrohte“ Landschaft eine Spiegelung im Wasser. Dem Fotograf Manuel Enrique Gonzáles Carmona sei durch die Drehung des Bildes, dem Setzen des Bildmittelpunktes und das Einbeziehen des frühen Lichtes und der vielfältigen Strukturen die perfekte Illusion gelungen, begründete die Jury ihre Wahl. Ein klares Motiv zeigt das mit dem Fritz Pölking Award ausgezeichnete Foto von Bettina Zeller: ein Adler und eine Wespe Auge in Auge. Ein Rätsel gebe es trotzdem auf, so Gisela Pölking. Wer wolle nicht wissen, ob es zu einer körperlichen Begegnung der beiden Tiere gekommen sei oder ob die Wespe doch noch abgedreht habe.
Naturfotografie sei gutes Mittel, um auf aktuelle Probleme im Bereich Umwelt- und Naturschutz aufmerksam zu machen, sagt Schirmherrin Umweltministerin Barbara Hendricks. Die Jury wählte die Siegerbilder des internationalen Naturfotowettbewerbes in acht Kategorien aus rund 20.000 Einsendungen. Bis zum Sonntag, 14. Oktober, gastiert die Ausstellung „Glanzlichter 2018“ im Natureum.

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