SCHORTENS re · Die Nordsee GmbH und der Tourismusverband Nordsee e.V. können auf 20 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Am 2. beziehungsweise am 7. Juli 1998 wurden die touristische Dachmarketingorganisation und der Lobbyverband gegründet. Das gemeinsame Ziel hat sich bis heute nicht geändert: den Tourismus in der Urlaubsregion der niedersächsischen Nordsee zukunftsfähig gestalten. Das Jubiläum wurde gestern in den Hooksieler Skiterrassen mit rund 80 Gästen aus Tourismus, Politik und Verwaltung gefeiert. Die Veranstaltung war aber auch geprägt vom Wunsch nach Veränderungen. Die Arbeit der Tourismusorganisationen muss konkurrenzfähiger werden: frisch, gemeinschaftlich und auf die sich ändernden Bedürfnisse des Gastes zugeschnitten – die Nordsee 2.0 sozusagen.
„Eigentlich ist alles ganz einfach“, sagte Armin Kanning, neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Nordsee GmbH, in seinen Begrüßungsworten. „Der Gast muss im Mittelpunkt stehen, demnach sollten wir uns nach seinen Bedürfnissen richten“. Dafür sei es notwendig gemeinsam eine zukunftsfähige Strategie für die gesamte niedersächsische Nordseeküste zu entwickeln. „Die Zeiten haben sich geändert. Wir müssen unsere Kräfte bündeln und Destinationsmarketing betreiben, um schlagkräftig zu bleiben. Aus diesem Grund hat der Tourismusverband Nordsee e.V. Anfang 2018 das Projekt ‚Initiierung eines Kooperationsnetzwerkes der Zukunft‘ gestartet“, so dessen Vorsitzender Sven Ambrosy in seiner Eröffnungsrede. Das Projekt wird von der Agentur Saint Elmo‘s Tourismusmarketing aus München/Wien begleitet. Ende 2018 werden die finalen Ergebnisse erwartet.
Der Marken- und Strategieprozess wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung finanziell unterstützt. „Die Nordsee ist unsere wichtigste Reiseregion in Niedersachsen und das soll auch so bleiben“, betonte die im Ministerium für Tourismus zuständige Referatsleiterin May-Britt Pürschel. Es bestehe großes Interesse daran, dass sich die niedersächsische Nordsee als Urlaubsregion weiterentwickle und man sich nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhe. Gerade die Digitalisierung sei eine große Herausforderung für die Zukunft, der man sich stellen müsse, so Pürschel.
Carolin Wulke, Geschäftsführerin die Nordsee GmbH, bekräftigte, dass alle lokalen und regionalen Akteure im Tourismus ihre Kräfte bündeln und die Neuorganisation vorantreiben sollten. „Schließlich erwirtschaftet die Branche als ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region knapp vier Milliarden Euro Bruttoumsatz“, so Wulke. Rechnerisch bedeute das, dass etwa 90.000 Vollzeitarbeitsplätze vom Tourismus abhängig sind.

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