STADE re · Dass der Online-Handel von Jahr zu Jahr wächst, überrascht niemanden mehr. Auch die Händler im Elbe-Weser-Raum merken den zunehmenden Konkurrenzdruck, so das Ergebnis einer Sonderumfrage der niedersächsischen IHKs zum Thema „Online-Aktivitäten“, an der sich knapp 600 Händler landesweit beteiligt haben. „Auf diese Entwicklung zu reagieren, sollte das A und O eines jeden stationären Geschäftes sein“, sagt Kathrin Wiellowicz, Handelsreferentin bei der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Denn in der Gegenüberstellung zu anderen Regionen in Niedersachsen haben die Händler zwischen Elbe und Weser noch einigen Nachholbedarf – insbesondere was ihre digitale Präsenz angeht. Demnach würden immer noch stolze 13 Prozent der Händler im Elbe-Weser-Raum überhaupt nicht online aktiv sein. Niedersachsenweit sind es dagegen nur knapp vier Prozent. Hier sieht die IHK Stade deutlich „Luft nach oben“.
Dabei könnten neben der klassischen Homepage auch alternative Formen der digitalen Kundenansprache einen großen Mehrwert mit relativ geringem Investitionsaufwand bieten. So nutzen inzwischen bereits 46 Prozent aller niedersächsischen Händler Social Media. 2016 war nur ein Drittel der Händler auf diesem Gebiet aktiv. Im Elbe-Weser-Raum sind es hingegen zehn Prozent weniger. Auch in Sachen Online-Shop stehen die Händler im Elbe-Weser-Raum mit rund 20 Prozent etwas schlechter da als im niedersächsischen Vergleich (36 Prozent).
In diesem Punkt möchte die IHK Stade aber keinen Druck aufbauen: „Wir reden nicht davon, dass jeder Händler einen eigenen Onlineshop betreiben muss. Das ist für die Vielzahl unserer kleinen und mittelständische Betriebe gerade im ländlichen Raum personell, logistisch oder finanziell gar nicht zu stemmen“, so Wiellowicz. „Wichtiger ist, sich überhaupt mit irgendeiner Art von digitalem Schaufenster zu präsentieren. Dabei gilt die Regel: einfach ausprobieren, ohne Angst vor dem Scheitern.“ Möglichkeiten dafür würden beispielsweise ein kostenloser Standorteintrag bei Google Maps oder ein Auftritt bei Facebook bieten. Insbesondere ersteres hält die IHK für wegweisend: „Was früher der Eintrag in den Gelben Seiten war, ist heute der Eintrag bei Google“, ist sich Wiellowicz sicher. Wer über gar keinen Online-Kanal verfüge, sei für den onlineaffinen Kunden nicht auffindbar und damit nicht existent. Positiv bewertet die IHK Stade daher, dass inzwischen knapp 60 Prozen der befragten Händler eine stärkere Entwicklung ihrer eigenen Online-Aktivitäten planen.
Da jede Medaille zwei Seiten hat, ist der Händler neben dem Aufbau von digitalen Kompetenzen gut beraten, in den Erlebnisfaktor seines Geschäftes zu investieren. Gute Beratung durch kompetente Mitarbeiter ist genauso wichtig wie ein abwechslungsreiches Service- und Eventangebot. Beim freien WLAN hat der Elbe-Weser-Raum im niedersächsischen Vergleich sogar jetzt schon die Nase vorn: Rund 21 Prozent der Händler bieten ihren Kunden ein offenes Netzwerk in ihrem Geschäft an. Niedersachsenweit sind es nur 15 Prozent.
Die Zukunft der stationären Geschäfte liegt nach Auffassung der IHK Stade in der berühmten goldenen Mitte -zwischen Online-Aktivtäten einerseits und dem Erlebnis, Service und Emotionen vor Ort auf der anderen Seite. Wiellowicz „Der Konsument springt nun mal zwischen Online- und Offline-Welt. Eine Einsicht in beide Welten trägt zur Standortsicherung des stationären Händlers bei und kann ihm immense Vorteile bieten.“
Weitere Informationen sind bei der IHK Stade, Kathrin Wiellowicz telefonisch unter (04141) 524-142 oder per E-Mail unter kathrin.wiellowicz@stade.ihk.de erhältlich.

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