CUXHAVEN sh · Traditionell wartet der fischwirtschaftliche Abendtreff „Fisch und Meer“ der Arbeitsgemeinschaft Fischwirtschaft im CDU-Stadtverband Cuxhaven mit hochkarätigen Gästen auf. Zum 5. “Fisch und Meer” hatten Horst Huthsfeldt als Vorsitzender des Arbeitskreises, Thiemo Röhler als Fraktionsvorsitzender und der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast gestern Abend ins Fischereihafen Restaurant eingeladen. Thema, so erwarteten es die Gäste, sollte unter der Ankündigung „Politik für die Fischwirtschaft in Deutschland“ auch das alle bewegende Thema Brexit sein.
Schon in der Begrüßung der Ministerin durch Horst Huthsfeldt hatte dieser auf den Stellenwert von Fisch für das Cuxland verwiesen. Ins gleiche Horn stießen auch Oberbürgermeister Ulrich Getsch, Bodo von Holten als Vorsitzender der Fischwirtschaftlichen Vereinigung und Enak Ferlemann, der besonders auf gute gesetzliche Rahmenverbindungen verwies. Er machte die Ministerin schon bei der Begrüßung auf einen für die Cuxhavener Fischer brisanten Punkt aufmerksam. Die Fischer sowie viele fischverarbeitenden Unternehmen haben es nämlich mit zwei Ministerien direkt zu tun. Mit dem Hafenbetreiber N-Ports, der an das Wirtschaftsministerium angebunden ist sowie mit dem Ministerium von Barbara Otte-Kinast für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ferlemann bat Otte-Kinast direkt, sich als Ministerien übergreifend für die Fischer und die Unternehmen als deren Vertreter einzusetzen.
Das wolle sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten tun, versprach Otte-Kinast und verwies auf ihre vielen Cuxland-Besuche. Dabei sei ihr natürlich auch die Bedeutung von Fisch für Cuxhaven und das Cuxland deutlich geworden. „Für mich hat Cuxhaven, und damit auch das Thema Fisch, einen hohen Stellenwert.“ Und trotz Brexit, egal ob und möglicherweise wie es zu einer Einigung kommen würde, so habe sie bemerkt, setzten Fischer und die fischverarbeitende Industrie auf eine positive Zukunft. Die Investitionen in zwei neue Schiffe, sogenannte Vollfroster, in diesem Jahr sowie weitere Aufträge für den Schiffsbau in der Klasse der mittelgroßen Schiffe zeigten, dass man dem Brexit mit Innovation und Zukunftsglaube begegnen könne. Trotzdem sei ihr in den Gesprächen rund um ihren Besuch deutlich geworden, wo der Schuh drücke. Diese Gespräche würde sie fortsetzen und „sich ganz für die Interessen des Cuxlandes einsetzen“. Zusammen mit ihrer für Europaangelegenheiten verantwortlichen Minister-Kollegin Birgit Honé habe sie einen ständigen „Kontakt nach Brüssel“ aufgebaut. Den werde sie auch weiter pflegen, vor allem in Sachen Brexit. Beim und nach dem obligatorischen Fischbuffet nutzte die Ministerin dann die Chance mit den Gästen direkt über deren Wünsche und Ideen zu sprechen. Mit dabei immer auch eine grummelnde Gewitterwolke namens Brexit.

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