Die Region stärken

Sep 12, 2018

LANDKREIS/BREMERHAVEN tw · „Die Weser trennt nicht, sie verbindet“, findet Thomas Brückmann, Landrat des Landkreises Wesermarsch. Eine Meinung, mit der er nicht allein steht, wie die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung zur „Weiterentwicklung des Regionalforums Bremerhaven“ am Montag im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven deutlich machte. Nach außen wird die Veränderung durch die Umbenennung in „Regionalforum Unterweser“ sichtbar. Aber auch inhaltlich wollen die beiden Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch, die Stadt Bremerhaven und neun weitere Kommunen „dem Bündnis neues Leben einhauchen“, so Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz. Und haben das ganze jetzt in eine zeitgemäße Form gebracht. „Der richtige Weg“, wie Kai-Uwe Bielefeld, Landrat des Landkreises Cuxhaven findet. Mit der Vereinbarung, die Grantz, Bielefeld und Brückmann im Anschluss an die Unterzeichnung präsentierten, fand auch der Wunsch der Länder Niedersachsen und Bremen zu verschiedenen Formen der Zusammenarbeit ihren Widerhall.
Schon in der Vergangenheit hatte sich das Regionalforum durch die interkommunale Zusammenarbeit als wichtige Schnitt- und Koordinierungsstelle für den Unterweserraum erwiesen, so wurde etwa schon im Bereich des Tourismus „sehr intensiv zusammengearbeitet“, das „Interkommunale Klimaschutzkonzept“ auf den Weg gebracht und die wirtschaftsbezogenen Internet­seite „Stark am Strom“ eingerichtet.
Um die Handlungsfähigkeit zu stärken, wurden jetzt die Strukturen angepasst. Dazu gehöre auch eine größere Einbindung der Öffentlichkeit, so Bielefeld. Dazu soll ein Fonds – über dessen finanzielle Höhe sich noch verständigt werden muss – aufgelegt werden, um Veranstaltungen, die zum Zusammenhalt der Region beitragen, zu unterstützen. „Wir wollen die Bürger besser mit einbinden, damit sie so Lust bekommen, den Unterweserraum zu erleben und weiterzuentwickeln“, betonte Grantz. Zudem wird das Regionalforum um eine Vorstands­ebene erweitert, die sich aus den Landräten der Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch, dem Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven sowie einem Vertreter der Bürgermeister zusammensetzt. „So können wir schneller und gestärkt auf politische und aktuelle Ereignisse eingehen“, sagte Grantz. Neben weiteren Kommunen können außerdem jetzt auch Wirtschafts- und Sozialpartner als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft beitreten.
Die Bürgermeister der Kommunen zeigten sich ebenfalls zufrieden mit der Neuaufstellung. „Jetzt gilt es, das ganze mit Leben zu füllen“, so ihr Sprecher Thors­ten Krüger, Bürgermeister der Stadt Geestland.

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