Optimierte Radwege

Sep 19, 2018

LANDKREIS tw · Rund 3.000 neue Wegweisungsschilder, zwölf neue Radrouten, 600 Routenlogos – das ist kurz zusammengefasst das Ergebnis eines Projekts zur Optimierung des Radwegnetzes im Landkreis Cuxhaven. Mit einer Präsentation dieser Ergebnisse am Freitag letzter Woche im Moorinformations-Zentrum (MoorIZ) in Ahlen-Falkenberg fand das LEADER-Kooperationsprojekt seinen Abschluss.
„Was hier entstanden ist, ist ein Gemeinschaftswerk“, stellte Thomas Lötsch, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cuxhaven das Besondere des Projekts heraus. Ohne die Standortgemeinden, die LEADER-Mittel und das Engagement vieler Beteiligter wie dem ADFC, den Hinweisen von Vereinen und Touristen, wäre das Ganze nicht möglich gewesen. „Hier haben viele kleine Rädchen ineinander gegriffen“, betonte er.
„Ein Projekt, das wir nur begrüßen können“, sagte Jürgen von Ahnen, Geschäftsführer der Leader Region Wesermünde-Nord. „Wir stehen alle dahinter und sind froh, dass das Projekt umgesetzt wurde.“ Ein besonderer Dank ging an Stefanie Fuchs, bei der Wirtschaftsförderung für den Bereich Aktivtourismus zuständig, die das Projekt federführend begleitet hat.
Nötig wurde die Optimierung nach einer Bestandsaufnahme 2014, bei der festgestellt wurde, dass die damals 22 Radwegrouten nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen, oft zu kurz waren, in eine Sackgasse führten oder Teile der Radwegnetzes gleichzeitig in mehreren Radrouten vertreten waren. Hinzu kam ein Sammelsurium an Beschilderungen, die teilweise verdreckt oder kaputt waren, wie Fuchs in einem Rückblick aufzeigte.
In einer ersten Phase 2015 bis 2016 ging es um die Optimierung der Radfernwegestrecken, in der zweiten Phase 2016 bis 2018, in der die LEADER-Projektpartner hinzukamen, stand die Optimierung des ortsverbindenden Routennetzes mit einer neuen Beschilderung, die Planung von zwölf neuen Radrouten und das Erstellen einer Broschüre im Vordergrund. Integriert in das Projekt wurde auch die radtouristische Infrastruktur mit Rastplätzen, Schutzhütte, Infotafeln und Radanlehnbügeln.
Mit der Optimierung sei jetzt eine gute Grundlage geschaffen worden. „Aber wir wissen, dass ein so großes Radwegenetz eine Dauerbaustelle ist“, so Lötsch. Deshalb steht auch für die Zukunft nicht nur der Ausbau der thematischen Ausrichtung auf der Agenda, sondern auch die jährliche Befahrung des Radwegnetzes zur Überprüfung der Beschilderung und Behebung von Mängeln. Dazu soll auch das Beschwerdemanagement optimiert werden, so dass Radfahrer Mängel am besten gleich über ihr Smartphone übermitteln können. Ein großes Ziel haben die Wirtschaftsförderer dabei vor Augen: Die Zertifizierung zur ADFC RadReiseRegion.
Die Kosten für das Projekt lagen bei rund 300.000 Euro, von denen 75 Prozent über LEADER-Fördermittel der Europäischen Union, der Rest vom Landkreis und den Kommunen finanziert wurde.
Zusammengefasst sind die neuen Routen in einer Broschüre in der auch Highlights und Geheimtipps entlang der Strecke aufgeführt sind. Ein extra Flyer geht zudem auf drei Routen extra auf Radrennfahrer ein.
Weitere Informationen unter www.cuxland-tourenplaner.de.

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