CUXHAVEN/HEMMOOR/STADE re · Zahlreiche Beamte der Polizeiinspektionen Cuxhaven und Stade vollstreckten heute am frühen Morgen insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse gegen 16 beschuldigte Familienangehörige einer kurdischen Großfamilie in Hemmoor und Stade. Dabei wurden sie von Kräften der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten aus Oldenburg und Hannover sowie von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei unterstützt. Die Staatsanwaltschaft Stade hatte die Durchsuchungsbeschlüsse beim zuständigen Amtsgericht erwirkt. Es wurden diverse Beweismittel sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.
Hintergrund der Durchsuchungsmaßnahmen ist ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs. Nachdem im Mai ein zur Tatzeit 22-Jähriger in einer Diskothek in Cuxhaven-Lüdingworth ein Hausverbot erhalten hatte, versuchten daraufhin an einem anderen Abend, mehrere Familienangehörige im Alter von 20 und 31, sich gewaltsam Zutritt in die Diskothek zu verschaffen.
„Es ist eine zentrale Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden, dieser Erscheinungsform der Kriminalität wirksam und mit Nachdruck zu begegnen“, so Oberstaatsanwalt Dr. Burkhard Vonnahme. „Wir dulden weder den Versuch, rechtsfreie Räume zu schaffen, noch Gewalteskalationen jeglicher Art und gehen konsequent dagegen vor“, stellt Kriminalrat Markus Scharf, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Cuxhaven, deutlich fest.

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