HANNOVER re · „Der GVN begrüßt die Sicherheitspartnerschaften niedersächsischer Verkehrsunternehmen mit dem Bundesverkehrsminister, Andreas Scheuer, um schnellstmöglich Maßnahmen gegen Abbiegeunfälle mit Lkw zu ergreifen“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., Benjamin Sokolovic.
Der Bundesverkehrsminister würdigte den Einsatz zahlreicher niedersächsischer Spediteure und Güterkraftverkehrsunternehmer im Rahmen der Aktion „Abbiegeassistent“. Diese haben sich freiwillig zu Maßnahmen verpflichtet, die Verkehrssicherheit in den Innenstädten zu erhöhen. Konkret verpflichten sich Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet, vor einem verbindlichen Einführungsdatum auf EU-Ebene, ihren Fuhrpark mit Abbiegeassistenten nachzurüsten und Neufahrzeuge mit Abbiegeassistent anzuschaffen. Die Assistenzsysteme sollen Fußgänger und Radfahrer im toten Winkel der Lkw erkennen und den Fahrer vor einer Kollision warnen.
„Unser aller Ziel ist und bleibt: Keine Verkehrstoten auf Niedersachsens Straßen. Das Ziel – eine europäische Lösung – ist ambitioniert, aber wir dürfen es nicht aus den Augen verlieren. Die Politik muss endlich handeln. Eine gesetzliche Einbaupflicht für Abbiegewarnsysteme in Neufahrzeugen ist längst überfällig. Angesichts der Euphorie um Assistenzsysteme ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet der Abbiegeassistent immer noch von der gesetzlichen Regelung für Neufahrzeuge ausgenommen ist. Gerade die Nutzfahrzeughersteller sind gefordert. Bedauerlich ist, dass gegenwärtig noch kein einziger Lkw­Hersteller Abbiegeassistenten mit Bremsfunktion anbietet,“ so GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic.
„Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wenn es die Politik ernst meint mit der Sicherheit im Straßenverkehr, helfen nur gesetzlich verpflichtende EU-weite und automatisch bremsende Abbiegeassistenten. Hinter jedem Unfall verbergen sich tragische Schicksale, sowohl beim Opfer, als auch beim Fahrer, die wir unbedingt vermeiden müssen“, betont Sokolovic.

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