ALTENWALDE sh · Man wächst mit den Aufgaben, so sagt man im Volksmund. Nicht nur mit und an der Aufgabe ist das Second Hand Kaufhaus in Altenwalde in nur einem Jahr gewachsen. Das Konzept der Initiative Offenes Herz Altenwalde für ein „soziales Kaufhaus“ ist aufgegangen. Daran gab es nach dem Umzug am Eröffnungstag, dem „neuen“ Feiertag Reformationstag, keinen Zweifel. Mehr Platz bedeutet mehr Angebote, und das ließ sich das Second-Hand-Team nicht zweimal sagen. Im ehemaligen Getränkemarkt an der Hauptstraße 91 perfekt gelegen, feierten Organisatoren, Mitarbeiter und vor allem auch die Kunden den Start in Phase zwei. Mit einem Gottesdienst sowie den Grußworten einiger Gäste und Förderer wurde mittags mit viel Musik das neue Domizil eröffnet.
Und wie vor etwas mehr als einem Jahr war es auch diesmal ein guter Start für das Sozialkaufhaus in Altenwalde. Bei der Eröffnung war das Ladenlokal wieder überfüllt. Pastor Wolff konnte „dank“ Überfüllung auch diesmal wieder einige Gäste vor der Tür begrüßen, denn im Laden selber standen die Gäste dicht an dicht. Als Leiter der Initiative Offenes Herz begleitet Wolff die Aktion auch weiterhin. Gedacht als Kaufhaus für alle mit besonderen Preiskonditionen für sozial Schwache bietet das Sozialkaufhaus auch weiterhin an zwei Tagen in der Woche neben dem regulären Sortiment auch immer wieder Sonderposten zu besonders günstigen Preisen: dienstags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 16 Uhr. Wer über einen Sozial-Ausweis der Diakonie oder der Cuxhavener Tafel verfügt, erhält 50 Prozent Ermäßigung auf die ohnehin günstigen Produkte. Die Idee dahinter ist nicht nur die Unterstützung für Menschen mit finanziell eingeschränkten Mitteln, sondern auch die Teilhabe selbiger an einem normalen sozialen Leben.
Wie Pastor Wolff bei der Eröffnung bemerkte, ist dieses Kaufhaus weiter auf die tatkräftige Hilfe und die zahlreichen Spenden angewiesen. Deshalb kann jede Ware auch von Privatleuten mittwochs zwischen 10 und 13 Uhr „angeliefert“ werden. Wolff zeigte sich zuversichtlich, „auch weiterhin auf diese Unterstützung bauen zu können“ und bedankte sich auch bei den vielen ehrenamtlichen Helfern. Wenn das Projekt von den Kunden weiterhin so gut angenommen wird, wird das Sozialkaufhaus in der Gemeinde vielleicht wieder unter Raummangel leiden. Ob man dann wieder größere Räume sucht oder gar über eine Filiale nachdenken muss, wird sich zeigen.

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