HANNOVER lpd · Niedersachsens Milcherzeuger haben im vergangenen Jahr ihre Stellung im bundesweiten Vergleich gestärkt. Mehr als jedes fünfte Kilogramm Milch wird mittlerweile in Niedersachsen gemolken. Mit einer gesamten Anlieferungsmenge in Höhe von 6,37 Milliarden Kilogramm Milch steuerten die rund 8.500 Milchviehhalter 20,4 Prozent der bundesweiten Erzeugung bei. Zwischen den Alpen im Süden und der Nordsee im Norden wurden im vergangenen Jahr insgesamt 31,26 Milliarden Kilogramm Milch erzeugt. Damit sind auch die deutschen Milchviehhalter mit einem Fünftel an der EU-weiten Milcherzeugung in Höhe von 154,8 Milliarden Kilogramm beteiligt. Die niedersächsischen Milchviehhalter liefern vom gesamten Aufkommen in der EU immerhin einen Anteil von vier Prozent. Diese Daten hat der Landvolk-Pressedienst dem Jahresbericht der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen entnommen.
Auf wenig Verständnis stößt bei den hiesigen Milchviehaltern die jüngste Preisrunde für Milchprodukte im Lebensmitteleinzelhandel. Die kräftigen Preissenkungen aus dem Frühjahr in Höhe von bis zu neun Cent je Liter Trinkmilch wurden nur um einen Cent wieder in die andere Richtung gedreht. Hier hätten die Signale des Marktes durchaus eine höhere Korrektur erwarten lassen, heißt es bei Milchviehhaltern. Beim Butterpreis hat der Handel die Preisschraube sogar nach unten gedreht. Das 250-Gramm-Stück wird nun aus Verbrauchersicht um zehn Cent günstiger angeboten. Diese Entwicklung wird in Branchenkreisen als wenig nachvollziehbar eingestuft, da Milchfett aktuell gefragt ist. Zusätzlich dürfte die private Weihnachtsbäckerei für einen Nachfrageschub sorgen.

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