CUXHAVEN tw · Als Botschafter für mehr Natur hat sich vor kurzem die Initiative „Cuxhaven blüht auf“ gegründet. Ihr Ziel ist es, mit einfachen Maßnahmen die Insektenwelt und Artenvielfalt zu erhalten und die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Die zurzeit sieben Mitglieder wollen dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger agieren, sondern zeigen, wie man ohne großen Aufwand naturnäher und ökologischer gärtnern kann. „Niemand muss seinen ganzen Garten umgestalten“, so Projektleiter Frank Utecht. Oft reichten schon kleine Maßnahmen, um Insekten mehr Lebensraum und ein vielfältigeres Nahrungsangebot zu liefern. „Es gibt gute Kompromisse“, so Utecht. Etwa einfach mal einen Mähzyklus aussetzen, eine Ecke im Garten ungemäht lassen oder um einen Baum einen Ring mit Wildblumen säen. „Das dauert keine 20 Minuten und kostet nur drei bis vier Euro“, so ­Utecht. Ökologisch gärtnern heiße dabei heimisch und nachhaltig, aber nicht hässlich und schmuddelig, nicht teurer und aufwändiger.
Entstanden sei die Idee in der Lenkungsgruppe der „Engagierten Stadt Cuxhaven“, so Beate Haas-Heinrich bei einem Pressegespräch am Mittwoch letzter Woche in den Räumen des Freiwilligenzentrums. Mit Frank ­Utecht war schnell ein versierter Projektleiter gefunden. Vor rund einem halben Jahr von Ostfriesland nach Cuxhaven gezogen, fand er über das Neubürgerprogramm der VHS schnell Kontakt zu Beate Haas-Heinrich und ihren Mitstreitern und entbrannte für die Idee einer Initiative für mehr Natur. Schon in seiner früheren Heimat engagierte sich Utecht seit über zwölf Jahren für den Naturschutz, hat mit Schul- und Jugendgruppen Umweltschutzaktionen gestartet, Müllsammeltag organisiert oder Nistkästen mit Kindergartenkindern gebaut. Und auch jetzt ist er mit Begeisterung und Engagement dabei. So rät er jetzt im Herbst einfach mal Laubreste, Asthaufen und verblühte Blumen liegen beziehungsweise stehen zu lassen, um Wildtieren wie etwa Igeln und Vögeln Unterschlupf und Nahrung zu bieten.
Um richtig loslegen zu können sucht die Gruppe noch weitere Mitstreiter. Sei es als Gärtner im eigenen Garten, auf städtischen Flächen oder in einem Schrebergarten, den die Initiative als Natur- und Lehrgarten mit Bio­top-Elementen anlegen will, als Betrieb, der einen Teil seiner eigenen Fläche naturnäher und insektenfreundlicher umgestalten will oder auch als finanzieller Unterstützer oder Gartenbaubetrieb, der Gerätschaften zur Verfügung stellen kann.
Fachlich unterstützt wird die Initiative von ihrem Kooperationspartner, dem NABU. In deren Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße können Interessierte die Mitstreiter von „Cuxhaven blüht auf“ am Freitag, 23. November, von 15 bis 17 Uhr unverbindlich kennen lernen. In einer Aktion verschenkt die Initiative hundert heimische Sträucher, mit denen man eine erste kleine Ecke des eigenen Gartens Insektenfreundlich gestalten kann.
Weitere Informationen sind beim Freiwilligenzentrum unter (04721) 51 06 34 sowie bei Frank Utecht telefonisch unter (04721) 592 89 40 oder per E-Mail unter frank.utecht@fwz-cuxhaven.de erhältlich.

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