FLÖGELN tw · „Wir haben eine ganze Vielzahl toller bedeutsamer Denkmäler, mit denen man über 6.000 Jahre bewegte Kulturlandschaft erleben kann“, findet Kreisarchäologe Dr. Andreas Hüser. Zu ihnen gehören auch die 30 Bodendenkmale des Vorgeschichtspfads Flögeln. Auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg können die Besucher Großsteingräber der Jungsteinzeit, unterschiedliche Grabhügel der Stein-, Bronze- und Eisenzeit sowie Wege- und Ackerbauspuren aus dem Mittelalter entdecken. „Ein interessantes Ensemble“, so Hüser, das für das Gebiet eine mehr als 5.000 Jahre alte Vergangenheit aufweist. 1973 angelegt, um die archäologische Forschung aus dem Elfenbeinturm zu holen, sei der Pfad mit der Zeit in die Jahre gekommen, so Hüser. Die Beschilderung fehlte teilweise, der Weg wies zahlreiche Versackungen auf. Als er vor einem Jahr die Nachfolge von Matthias D. Schön antrat, war eines seiner ersten Ziele, den Vorgeschichtspfad wieder auf Vordermann zu bringen, nicht nur aus denkmalpflegerischen Gründen. „Ich habe das Gefühl, dass der Pfad gut angenommen wird.“ Ein Gefühl, das ihn nicht trügt, wie Ortsbürgermeister Claus Seebeck bestätigte. Für die Flögelner und ihre Besucher sei der Wald nicht nur Naherholungsgebiet, sondern auch ein wichtiges touris­tisches Ziel.
Während der letzten Monate wurde der Weg von der Revierförsterei Holzurburg mit ihrem Wegebaustützpunkt wieder auf Vordermann gebracht und die Versackungen mit einem Mineralgemisch aufgefüllt, so Revierförster Dieter Röhnisch. Jetzt ist der Weg nicht nur wieder gut befes­tigt, durch die von Andreas Hüser neu gestalteten Informationstafeln können sich die Besucher auch wieder vollständig über die Baudenkmäler informieren. Ausgangspunkt des Vorgeschichtspfads ist der Parkplatz an der Straße zwischen Fickmühlen und Flögeln. Gleich zu Beginn finden sich die Großsteingräber, beide Zeugnisse der Trichterbecherkultur, die damit zum ältesten Mauerwerk gehören, „das wir in Deutschland kennen“. Eines dieser Gräber, ist dabei eines der wenigen, die noch im Original erhalten sind, und das auf Nachfrage auch von innen besichtigt werden kann (Foto: tw).

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