CUXHAVEN tw · „Endlich ist es soweit.“ Mit freudigen Gesichtern unterzeichneten Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und Wolfgang Piroutek, Abteilungsdirektor bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Vereinbarung über die Planung der B73 zwischen dem Land Niedersachsen und der Stadt Cuxhaven sowie mit der beim Landkreis zuständige Dezernentin Babette Bammann die Kostenteilungsvereinbarung mit dem Landkreis Cuxhaven.
Damit nimmt eine fast unendliche Geschichte langsam an Fahrt auf. Schon viele Möglichkeiten waren für die unfallträchtige Bundesstraße im Gespräch, von der Autobahn über einen vierspurigen Ausbau bis zur Trassenverlegung. Inzwischen hat sich durch eine Befragung der Anlieger für den rund 9,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen Cuxhaven und Otterndorf ein Favorit heraus kristallisiert. Der Ausbau der B73 auf der bestehenden Trasse mit einer so genannten zwei plus eins Lösung, das heißt einem teilweise dreispurigen Verlauf, der die Möglichkeit zum Überholen bietet. „Der bes­te Kompromiss zwischen Flächenverbrauch, Sicherheit und Kos­ten“, so Heiko Rothschuh, Begleiter des Projekts von Seiten der Landesbehörde.
Mit der am Montag getätig­ten Unterschrift erklären sich Stadt und Landkreis bereit, die Planung zu unterstützen und mit den dafür notwendigen Kosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro in Vorleistung zu gehen. Kos­ten, die bei Planfeststellungsbeschluss wieder erstattet werden.
Doch auch wenn mit der Unterschrift der erste Schritt gesetzt wurde, werde es noch rund zehn Jahre bis zum fertigen Ergebnis dauern, so Piroutek. Das liege aber nicht nur an den Planungen und Ausschreibungen, sondern auch an notwendigen Flora und Fauna Untersuchungen, der Genehmigung des Vorentwurfs und der Planfeststellung. Das Ganze werde etwa bis 2015/26 dauern.
„Wenn dann die Finanzierung so fließt wie heute, ist bis Ende der 2020er Jahre alles gut“, so Piroutek, der gleichzeitig darauf verwies, dass es sich nur um eine grobe Schätzung handle. Denn die Planfeststellung sei eine umfangreiche Sache, so Bauamtsleiter Martin Adamski. So gebe es entlang der Straße viele Betroffene, mit denen so früh wie möglich auch das Gespräch gesucht werden soll, wie alle Beteilig­ten betonten.
Die Baukosten sollen sich nach heutiger Schätzung auf 25- bis 30 Millionen Euro belaufen.

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