Nach dem Abstieg des Hamburger SV aus der Bundesliga muss die Rivalität der beiden Nordklubs zumindest in dieser Saison auf dem Platz ruhen. Aus Sicht der HSV-Anhänger will man diesen Ausrutscher schnell korrigieren und in der nächsten Saison wieder erstklassig spielen. Nach dem hervorragenden Einstand des neuen Trainers Hannes Wolf ist dies auch durchaus realistisch. In einer Kategorie haben die Hamburger nach wie vor die Nase vorn: Beim Blick auf die besten Torschützen beider Vereine liegt Uwe Seeler mit großem Vorsprung auf Platz eins. In den Top-10 der gemischten Hamburg-Bremen-Torschützenliste dominieren jedoch die Werder-Spieler.

Uwe Seeler unangefochten an der Spitze

In der ewigen Bundesliga-Torschützenliste liegt Uwe Seeler mit 137 Toren „nur“ auf Platz 19. Dies liegt allerdings daran, dass die höchste deutsche Spielklasse in dieser Form erst in der Saison 1963/64 eingeführt wurde. Für den Hamburger SV erzielte Seeler in 342 Spielen insgesamt ganze 236 Tore. Damit ist er Rekordtorschütze des ehemaligen „Bundesliga-Dinos“ und schoss fast doppelte so viele Tore wie Horst Hrubesch auf Rang zwei (199 Spiele, 122 Tore). Auch der Rivale aus Bremen hatte in seiner Vereinsgeschichte einige treffsichere Spieler in seinen Reihen. In der aktuellen Spielzeit kann es nach dem letztjährigen Abstieg des HSV zwar in der Liga nicht zu einem Aufeinandertreffen der beiden Klubs kommen. Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die besten Torjäger beider Vereine zu werfen und eine kombinierte Top-10-Liste zu erstellen. An der Spitze der ewigen Hamburger Rangliste von https://www.transfermarkt.de ändert sich auch im Vergleich zu Werder nichts: Claudio Pizarro – Bremens Rekordtorschütze – liegt mit 147 Toren deutlich hinter Seeler auf Platz zwei. Interessant ist jedoch, dass es neben der HSV-Legende nur zwei weitere ehemalige Hamburger in die Top-10 schaffen: Der bereits erwähnte Horst Hrubesch auf Platz sechs und Thomas von Heesen mit 117 Toren auf Rang acht. Den vierten Platz teilen sich zwei Bremer: Marco Bode und Uwe Reinders erzielten beide 135 Tore für Werder.

Pizarro trifft auch mit 40 noch

 
SV Werder Bremen via Twitter
Der einzige noch aktive Spieler dieser Torjäger-Elite ist Bremens Pizarro. Der Peruaner läuft auch in dieser Saison wieder für Werder auf – es ist der vierte Bremenaufenthalt seiner Karriere. Vor einigen Wochen wurde der „Oldie“ der erste Bundesligaspieler, der nach dem 40. Lebensjahres mehr als ein Bundesligator schoss. Auch wenn er dieser Tage meist als Einwechselspieler zum Einsatz kommt, spricht das für die Professionalität des Stürmers, der sich von Bremen scheinbar magisch angezogen fühlt. Die Zeiten, in denen Pizarro beim Kampf um die Torjägerkanone mitmischte, sind jedoch vorbei. Dort erwiesen sich in den ersten Monaten der Saison einige junge – und teilweise neue – Stürmer als äußerst treffsicher. Einer davon ist Dortmunds Neuzugang Paco Alcacer. Der Spanier erzielte auch zuletzt im Top-Spiel gegen Bayern München das entscheidende Tor und bestätigte seine beeindruckende Trefferquote. Nach dem Sieg gegen Bayern ist Dortmund bei den Wettanbietern zusammen mit dem Rekordmeister Favorit auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Auf https://www.betfair.com/de liegen die Quoten beider Teams bei 1,9 (Stand: 14. November). Von einer gut funktionierenden Mannschaft profitiert selbstverständlich auch jeder Torjäger. Nach elf Spieltagen teilte sich Alcacer den zweiten Platz der Torschützenliste mit seinem Teamkollegen Marco Reus, Gladbachs Alassane Plea und Frankfurts Sebastien Haller. Ganz oben stand ebenfalls ein Frankfurter: Luka Jovic war Mitte November mit neun Toren aus neun Spielen der beste Torjäger der Bundesliga.

Auch Ailton und Rudi Völler unter den besten zehn Torschützen

In den Top-10 der Hamburg-Bremen-Torjägerliste findet man auch zwei Namen, die den jüngeren Fans noch ein Begriff sein dürften. Zwar beendete Leverkusens Manager Rudi Völler seine Spielerkarriere bei der Werkself, zeigte sich mit 119 Toren allerdings im Werder-Trikot besonders treffsicher. Auf https://www.deichstube.de/ erinnert man sich an Bremens Verpflichtung eines Brasilianers, der im Jahr 2004 einen erheblichen Beitrag zu Bremens letztem Bundesliga-Titel leistete. Die Rede ist natürlich vom „Kugelblitz“ Ailton. Er traf 106 Mal für Werder und dürfte den Bremer-Fans trotz seines Wechsels zu Schalke in guter Erinnerung sein.

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