BREMERHAVEN re · Weihnachten am australischen Strand feiern? Das wäre für viele Europäer keine Alternative. Denn zu diesem traditionellen christlichen Fest gehört für die meisten frostiges Winterwetter und ein geschmückter Tannenbaum. Auch für die Auswanderer blieben religiöse Feste von großer Bedeutung und mit festen Ritualen verbunden – da wurde dann auch im australischen Hochsommer der Tannenbaum geschmückt. Auch Juden und Russisch-Orthodoxe feiern ihre Feste in der Fremde und so lädt das Deutsche Auswandererhaus am Sonntag, 16. Dezember, um 10.30 Uhr, zu einer thematischen Führung ein, in der Besucher mehr über die Geschichte und Hintergründe von drei Festen europäischer Auswanderer erfahren.
Der Glaube stellte für viele Auswanderer im 19. und 20. Jahrhundert einen wichtigen Halt dar. Das Pflegen und Fortleben von Traditionen und religiösen Bräuchen, die an die alte Heimat und die oft zurückgelassene Familie erinnerten, erleichterte den Emigranten das Einleben in der Fremde und linderte das Gefühl der Entwurzelung. Da die meisten Übersee-Auswanderer Christen und Juden waren und zu Beginn des 20. Jahrhunderts viele von ihnen aus Russland kamen, widmet sich die Führung dem jüdischen Lichterfest „Chanukka“, dem christlichen Weihnachtsfest, sowie der russischen Neujahrsfeier.
Während der Führung begleiten die Besucher die Auswanderer auf deren Reise nach Amerika und erfahren, wie diese in der Winterzeit ihre Feste an Bord eines Auswandererschiffes und in der neuen Heimat feierten.
Der Rundgang beginnt im Foyer des Deutschen Auswandererhauses. Um Anmeldung unter (0471) 90 22 00 wird gebeten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.