CUXHAVEN re · Dank der Zuwendung durch das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) konnte der Jugendmigrationsdienst (JMD) des Paritätischen in Cuxhaven ein Kunst- und Theaterprojekt unter dem Titel „Mädchen aktiv“ durchführen. Dieses wird mit einer Präsentation am Dienstag, 18. Dezember, um 17 Uhr im Haus der Jugend in Cuxhaven abgeschlossen.
In diesem Projekt arbeiteten Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund aus Cuxhaven mit erfahrenen Medien- und Theaterpädagogen zusammen. Dazu wurden von der Frauen- und Mädchenberatung und dem JMD wöchentliche Treffen organisiert.
Im ersten Teil des Projektes entstanden unter der Anleitung von Karin Fröhling von der „Kunstschule für Jung und Alt UG“ große Selbstportraits der Mädchen, die sie in ihrer neuen Heimat Cuxhaven zeigen.
Im zweiten Teil fanden mehrere Treffen mit dem Schwerpunkt „Theater“ statt. Juliane Lenssen vom Theater „das junge kleinod“ erarbeitete mit den Teilnehmerinnen ein szenisches Programm, welches im Haus der Jugend gezeigt wird. Die 15 Teilnehmerinnen beschäftigten sich vor allem mit Geschichten, die sie aus ihrer „Heimat“ mitgebracht haben, vergleichbar den Märchen, mit welchen Kinder hierzulande aufwachsen. Schon bald zeigte sich, dass es verblüffende Parallelen gibt zwischen den Geschichten aus ganz unterschiedlichen und weit auseinanderliegenden Ländern. Das Märchen vom „Wolf und den sieben Geißlein“ hat ein spannendes Pendant in Syrien. Der Wolf muss hier nicht nur mit einer hellen Stimme sprechen, sondern sogar singen – und frisst er dafür Kreide oder gar etwas ganz anderes?
Die Teilnehmerinnen spielen eine spannende Spurensuche, die von einigen Liedern begleitet wird. Nach dem Vorbild der Kaffeehäuser, in welchen die Männer in den arabischen Ländern sitzen und ein Erzähler die Geschichten vorträgt, werden hier die Mädchen ein solches Erzähl-Café spielen. Die Geschichten aus dem arabischen Raum beginnen immer mit „Kania makan….“ – Es war einmal…
Ein weiterer Schwerpunkt war die Arbeit mit dem Medium „Film“. In Zusammenarbeit mit „CreaClic“ entstand ein Film unter dem Titel „Menschenrechte – meine Rechte“, der ebenfalls bei der Veranstaltung erstmals gezeigt wird.
Eintritt frei.

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