NORDHOLZ tw · „Es ist eine kleine Sensation für uns und die Region“, freut sich Bernhard Jährling, Vorsitzender des Fördervereins des Aeronauticums. Anfang Februar kommt das Bundesjugendballett in das Nordholzer Luftschiff- und Marinefliegermuseum. Und die Compagnie von Intendant John Neumeier fügt ihren ungewöhnlichen Auftrittsorten damit einen Weiteren hinzu. „Es ist ein Wunder für die Sinne. Herrlich, bereichernd, wunderschön“. Harald Zahrte, Land Hadelns Samtgemeindebürgermeister kommt aus dem Schwärmen nicht mehr hinaus. „Wir haben es immer sehr genossen, dass das Bundesjugendballett bei uns aufgetreten ist“, sagte er bei einem Pressegespräch im Aeronauticum.
Seit 2012 waren die Ensemblemitglieder immer im Dezember zur Revisionszeit der Sole-Therme in Otterndorf im leergepumpten Becken zu Gast. Dieses Jahr war dies aus Termingründen nicht möglich. Umso mehr freute er sich, dass durch Hans-Peter Weber, der sowohl Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Hadler Betriebsgesellschaft als auch 2. Vorsitzender des Museums-Fördervereins ist, die Idee zu diesem neuen Aufführungsort entstand. Und bei Museumsleiterin Dr. Anja Dörfer gleich auf große Begeisterung stieß.
Zahrte freute sich dabei nicht nur, dass die Veranstaltung weiter im Landkreis gehalten wird, sondern auch „dass es uns gelungen ist, den regionalen Gedanken auszuspielen“. Was auch Markus Itjen, Bürgermeister der Gemeinde Wurster Nordseeküste begrüßt und in der Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg ein Leuchtturmprojekt sieht.
Sollte der neue Aufführungsort beim Publikum genau so gut angenommen werden wie die Sole-Therme, können sich alle Beteiligten vorstellen, dass die Auftritte des Bundesjugendballetts im jährlichen Wechsel zwischen Otterndorf und Nordholz stattfinden.
Mit dem Aeronauticum sei ein Ort gefunden, der hervorragend zum Konzept des Bundesjugendballetts passt, findet auch der organisatorische Leiter Yohan Stegli. „Mit neuen Ideen neue Orte zu betanzen und so den Tanz zu den Menschen zu bringen“, ist der Anspruch der Compagnie, die mit acht Tänzern vor Ort sein wird. „Wir versprechen tänzerische Qualität“, sagte Stegli. „Der Rest ist für uns genauso aufregend.“ Das Programm ist zurzeit in der Entstehung mit Stücken aus dem Repertoire John Neumeiers, eigenen und neuen Choreographien.
Stegli war an diesem Tag jedoch nicht nur wegen des neuen Veranstaltungsorts gut aufgelegt. Er konnte berichten, dass die Finanzierung des vor acht Jahren gegründeten Balletts für die nächsten vier Jahre gesichert ist.
Wie in Otterndorf können auch in Nordholz Tanzbegeisterte in zwei Workshops direkt mit den Tänzern in Kontakt kommen. Diese finden am Samstag, 2. Februar, für die Altersgruppe acht bis zwölf Jahre von 15 bis 16 Uhr, sowie für die Altersgruppe 13 bis 16 Jahre von 16.30 und 17.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Platzzahl jedoch begrenzt
Die Ballettaufführungen im Sonderausstellungsraum des Aeronauticums finden am Freitag, 1. und Samstag, 2. Februar um 19.30 Uhr und am Sonntag, 3. Februar, um 18 Uhr statt. Karten können im Aeronauticum Nordholz telefonisch unter (04741) 181 90 sowie per E-Mail unter info@aeronauticum.de vorbestellt werden. Da die Plätze nummeriert sind, können diese gezielt gewählt werden.

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