CUXHAVEN tw · Es ist ein nicht ganz einfaches Unterfangen – vier verschiedene Ansichten zusammenzuführen und zu einer Einigung zu kommen. Doch die Ratskooperation aus CDU/FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen kann zufrieden zurückblicken.
Zusammengefunden haben sie sich Anfang 2014, als kurz zuvor die Kooperation zwischen SPD und der Wählergemeinschaft „Die Cuxhavener“ platzte. Die neue Kooperation hat ein längeres Haltbarkeitsdatum und auch nach der Kommunalwahl 2016 wieder zusammengefunden. Auch wenn „Neuling“ Oliver Ebken, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, am Anfang skeptisch war, ob das gut geht. „Ich bin der Meinung, dass eine zu große Mehrheit nicht immer förderlich ist. Aber es ist genau die richtige Zusammensetzung, die zu guten Beschlüssen geführt hat“, sagte er am Dienstag bei einem Pressegespräch im Rathaus.
Deshalb fiel der Blick zurück bei allen Kooperationspartnern auch positiv aus. „Das Ziel, einen anderen Stil mitein­ander zu pflegen, haben wir gut hinbekommen“, betonte Bernd Jothe, Fraktionsvorsitzender der Grünen. „Wir arbeiten gut, vertrauensvoll sowie sach- und zielorientiert zusammen“, bestätigte SPD-Fraktionschef Gunnar Wegener. Und auch die anderen Punkte hätten sie gut hingekriegt, so sein Kollege von der CDU, Thiemo Röhler. Ein Großteil der Projekte sei abgearbeitet. Neben der guten wirtschaftlichen Entwicklung, die von der Kooperation positiv begleitet worden seien, sind dies die Hafenentwicklung, der Offshore-Bereich, bei dem Röhler die Siemens-Ansiedlung als Sechser im Lotto bezeichnete, und die Wohnflächenentwicklung „in der wir gut aufgestellt sind“. Ein Bereich bei dem auch die Sozial- und Familienkomponente mit berücksichtigt werde. „Was uns wichtig war und ist, das wir alle Ortsteile weiterentwickeln können. Hier sind wir sehr gut in der Breite aufgestellt und haben die Möglichkeit, das Dorfleben zu erhalten.“
Ein Ergebnis, das nur möglich sei, „weil wir Unterschiede immer offen und ehrlich ausgetragen und unsere gegenseitigen Grenzen geachtet haben“, sagte Röhler. Eines war und sei ihnen dabei immer wichtig, wie Jothe betonte. Es besteht keine Fraktionszwang. „Wir versuchen uns als Kooperation zu finden, aber jeder Abgeordnete ist frei in seiner Entscheidung.“
Und manchmal dauere der Entscheidungsprozess länger. Denn Themen, die auf den Tisch kämen und von der Verwaltung oft über Monate beraten wurden, könne man nicht mal eben in 14 Tagen entscheiden. Hier bat Wegener um Verständnis, dass ehrenamtliche Politiker nochmal und nochmal mitein­ander sprechen. „Ich glaube auch nicht, dass der Bürger erwartet, dass wir jeden Tag Krawall machen, sondern zu guten Lösungen kommen.“
Und das planen die Kooperationspartner auch in den noch ausstehenden Punkten zu tun, zu denen die Planung eines Stadtmuseums, die Wohnbauentwicklung, der Sport und die Diskussion um eine Landesgartenschau in Cuxhaven gehören.

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