BREMERHAVEN re · Hoher Besuch auf Alte Bürger. Der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte, besuchte Bremerhaven und wurde überrascht. Mit viel Kultur und noch mehr Bürgerengagement in vermeintlichen Brennpunktvierteln. Nach einem Besuch im Werftquartier ging es zur Quartiermeisterei Alte Bürger. Begleitet wurde er vom Bremerhavener Oberbürgermeister Melf Grantz. Anschließend ging es noch ins Alfred-Wegener-Institut am Handelshafen.
Spätestens beim Alte Bürger-Quartiermeister Jens Rillke wurde deutlich, dass das Konzept der Quartiermeistereien überzeugend umgesetzt wurde in Bremerhaven. Wo früher ein leer stehendes Gebäude, sei es Geschäfts- oder Wohnhaus, eine Art Endzeitstimmung verbreitete wirkt Alte Bürger heute höchst lebendig.
Eine Kernaufgabe für den Quartiermeister und seine Mitarbeiter besteht darin, ein neues Image zu bilden und so das eben „etwas andere Quartier“ in Bremerhaven zu beleben. Ein pulsierendes Quartier mit sozialem Zusammenhalt, urbanem Kultur-Leben und attraktiver Gastronomie mit kleinteiligem Einzelhandel und sanierten Wohnungen in historischen Gebäuden ist vieler Orts schon erreicht. Das konnte man durchaus dem Präsidenten des Senats vermitteln. Und auch Oberbürgermeister Grantz konnte und wollte seine Zufriedenheit nicht verbergen.
An den Beispielen Kriminalität und Sicherheit wurde deutlich, dass nicht nur die Fassaden in neuem Glanz erstrahlen. Jens Rillke, der in „seinem“ Quartier auch aufwuchs, kann sich noch gut „an die Zeit erinnern, wo selbst ich mich nicht mehr auf die Straße traute“. Geholfen hat „sicherlich die Zuckerbrot und Peitsche-Devise, mit der in Zusammenarbeit mit Ordnungsamt und Polizei“ Grenzen aufgezeigt, aber auch Hilfe angeboten wird. Lokale Akteure wie die „Werbegemeinschaft Alte Bürger e.V.“, aber auch Gewerbetreibende, Bewohner und Hauseigentümer sowie kulturelle und soziale Initiativen wurden von Anfang an in den Prozess mit einbezogen. Das diese Entwicklung auch viel Geld verlangte, liegt auf der Hand. Bovenschulte und Grantz verwiesen dabei auch die EU. Immerhin kamen und kommen etliche Mittel dazu aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und zeigt dem Bürger den konkreten Nutzen einer Mitgliedschaft in der Staatengemeinschaft.
Europäisch, genauer auch international ging es dann auf der letzten Besuchsstation weiter. Das AWI am Handelshafen.
Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) ist bekanntlich seit 1980 eines der weltweit führenden und international anerkannten Zentren für Klimaforschung in beiden Polarregionen und den Meeren. Dabei spielen die Polargebiete eine zentrale Rolle in der Klimaforschung. Das dieses Forschungsinstitut in Bremerhaven angesiedelt ist, sei für die Stadt nicht nur prägend, sondern auch Verpflichtung.

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