BEDERKESA sh · Traditionell geht Geestland gerne innovative Wege. In diesem Fall der Umwelt zuliebe. Mit der Zukunftsplattform, die nun zum ersten Mal stattgefunden hat, möchte man in Geestland ein neues Netzwerk installieren, bei dem die nachhaltige Entwicklung der Stadt im Mittelpunkt steht. „Gemeinsam CO2-Emissionen reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben“, so Bürgermeister Thorsten Krüger, könne nur gemeinsam geschehen.
Geestlands Verantwortliche für das Nachhaltigkeitsmanagement Britta Murawski erläuterte, „wir wollen innovative und kreative Lösungsansätze finden und vorstellen, Fragen klären und so zusammen einen gewichtigen Beitrag für unsere Zukunft leisten.“ Wissen wolle man in diesem Netzwerk vor allem austauschen. Geestland möchte auf diesem Wege das Ziel unterstützen, so 2.000 Tonnen CO2 jährlich einzusparen.
Katja Beier von der Wirtschaftsförderung der Stadt Geestland weiß, dass die Ziele „nur in Zusammenarbeit mit unserer Wirtschaft“ erreicht werden können. Wie diese Plattform auch agieren kann, wurde letzte Woche klar. Da hatte man nach Bad Bederkesa in die Räumlichkeiten der Firma ad fontes zum Vortrag und späteren Netzwerken eingeladen. Gastredner war Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer vom Helmholtz-Verbund Regionale Klimaveränderungen REKLIM, der auch als Klimawissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven forscht. Sein Vortrag mit dem Titel „Klimawandel vor unserer Haustür. Wie sich unser Leben bereits heute ändert“ war eine gute Grundlage für angeregte Gespräch unter den Anwesenden.
So waren einige Punkte seiner Ausführungen Besorgnis erregend. Man müsse in Zukunft mit verstärkten Kaltluftausbrüchen im Winter und Heißluftausbrüchen im Sommer rechnen. Was bedeutet, wir bekommen lange nasse Winter und verstärkt sehr trockene Sommer. Für die Landwirtschaft bedeute das eine radikale Umstellung. Denn die Menschen „stehen jetzt schon vor einer agrarischen Dürre“. Der Wasserhaushalt habe keine Chance mehr, sich zu regenerieren. Jeder, der heute noch an einem durch Menschen geförderten Klimawandel zweifele, „sei durch die Wissenschaft widerlegt“. „Wir leben in einem Schnappschuss der Geschichte“ so der Wissenschaftler und es bedürfe der Anstrengung aller, den Klimawandel abzumildern. Dass wie könne man ja unter anderem auf der Zukunftsplattform diskutieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.