LANDKREIS sh · Auf der Suche nach dem klimaschonenden Energieträger spielt einer eine große Rolle in Norddeutschland. Grüner Wasserstoff soll die Wende bringen, sowohl für das Klima als auch für den Wirtschaftsstandort Norddeutschland. Deshalb haben die norddeutschen Ministerpräsidenten gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern und Unternehmensverbänden im letzten Jahr ein Eckpunktepapier zu einer „Norddeutschen Wasserstoff-Strategie“ verabschiedet. Die dort formulierte Forderung, dass grüner Wasserstoff wirtschaftlich und konkurrenzfähig hergestellt werden muss, bietet dem Cuxland eine große Chance.
Darüber diskutierte auf Einladung der SPD Cuxland in Loxstedt der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies zusammen mit der Geschäftsführerin Heike Winkler der Interessensgemeinschaft WAB, dem Landrat des Landkreises Osterholz Bernd Lütjen sowie mit Axel Schneider von der Wasserstoffliga Cuxhaven und Gunnar Böltes von der Naturschutzstiftung des Landkreises Cuxhaven.
Viel Einigkeit herrschte bei den Podiumsteilnehmern. Grüner Wasserstoff soll es sein, wobei die Betonung auf Grün liegt. Denn hergestellt werden soll der leicht speicherbare Energieträger durch Windkraft. Und da bietet Norddeutschland – sehr zum Ärger der südlichen Bundesländer wie Olaf Lies vermutet – die besten Voraussetzungen. Und Energie wird auch in Zukunft in großen Mengen benötigt. „Unsere Stahl- und Chemieindustrie ist einer der Motoren unserer Wirtschaft und deren Energiehunger ist riesig“, so der Umweltminister. Zudem sei heute schon der Strom aus Photovoltaik und Wind­energie in der Herstellung bis zu zehnfach günstiger als Strom vom AKW oder aus Kohle.
Zustimmung zum Ja beim Wasserstoff gab es auch von Landrat Lütjen. Für seinen Landkreis wird gerade die Investition in Wasserstoff getriebene Busse für den ÖPNV geprüft. Zudem würden beim Hersteller Faun, einem großen Unternehmen in seinem Landkreis, Wasserstoff angetriebene Lkw erprobt. Heike Winkler wünscht sich zum Thema Wasserstoff eine breite Unterstützung der Politik und für Axel Schneider von der Wasserstoffliga ist zum Erfolg des Energieträgers eine breite Einbindung der Bevölkerung wichtig. Dass es nicht nur darum geht CO2 zu vermeiden, sondern auch das vorhandene zu speichern, dazu brachte Gunnar Böltes die zahlreichen Moore ins Spiel. „Sie sind hervorragende Speicher und kein Bundesland hat derart viele Moorflächen wie Niedersachsen.

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