Das Cuxland ist schön. Auch in Zeiten von Corona, Ausgeheinschränkungen und Klopapier für die nächsten Jahrzehnte. Für einen, der seine Wahlheimat im Cuxland gefunden hat, sind es momentan besonders bittere Zeiten. Wer lediglich mit einem Zweitwohnsitz seine Liebe zur Elbemündung, zum Hundestrand oder den besonders guten Fischhändlern in Cuxhaven und umzu ausdrückt, der leidet jetzt verstärkt. Ach Ihr Glückseligen vor Ort.
Aber, kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Denn seien wir mal ehrlich. Was uns verunsichert ist die Ungewissheit und nicht das von vielen praktizierte Arbeiten im Home-Office, nicht die Sorge um die fehlende Nudel respektive Klopapier und auch nicht die Ruhe hinterm Deich. Ja, vielen geht der Allerwerteste auf Grund. Zurecht, wenn man einen kleinen Betrieb führt, wenn man Freiberufler ist oder schlicht wenn man Gastgeber der vielen nun ausbleibenden Touristen sein möchte. Beispiele gibt es genug. Doch Rettung naht, gerade in finanziellen Angelegenheiten. Und zwar durch eine oft gescholtene Minderheit.
Die sitzt in den Rathäusern, den Landtagen und sogar in Berlin in Bundesparlamenten. Was hat der Deutsche sich doch oft genug über die – in Zeiten von Corona sei der Kraftausdruck erlaubt – Lahmarschigkeit unserer Volksvertreter geärgert. Und nun zeigt sich, man kann auch schnell. Schnell mit schnell erlassenen Anordnungen und Verboten, aber auch schnell mit Hilfen. Gut, einige Bundesländer sind nicht gerade die Sprinter dabei, aber durch Druck aus Berlin, durch Druck einer erstaunlich sachlichen Presse und auf Druck der kommunalen Vertreter wird man mancherorts richtig flott.
Und Berlin sendet ein ganz deutliches Zeichen. Mit dem Bewusstsein „Viel hilft viel“ wird Geld eingesetzt, bei dessen Summen normalerweise jeder Finanzminister sich auf seinen Geldkassetten fest schweißen lassen würde. Doch nun ist Geld versprochen für alle, die sonst mit ihrem bisherigen – wirtschaftlich gesehen – Leben kentern müssten. Und das Beste daran, gerade für die Kleinen scheint man tief in die Tasche greifen zu wollen. Das ist beileibe nicht selbstverständlich. Ein Blick über den großen Teich sei erlaubt. Da krakelt in völliger Unkenntnis der Sachlage ein zu Recht oft gescholtener Präsident etwas von chinesischer Schuld und bietet vor allem den großen Wirtschaftsunternehmen Hilfe an. Möge der Pöbel, so scheint es, doch dabei ruhig über den Hudson gehen.
Dagegen keimt doch an der Elbe nicht nur Hoffnung auf, da blüht geradezu die Zuversicht. Auch wenn jeder weiß, dass die Durststrecke noch etwas andauern wird, in Deutschland wird dem Virus die Stirn geboten. Gut so!

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