WREMEN re • Christliche Gemeinschaft erleben, zusammen beten, singen, Nächstenliebe praktizieren, in Kontakt bleiben – das ist momentan für die Kirchengemeinden sehr schwierig. Die Gemeinde Wremen, Misselwarden und Mulsum versuchen das während der Corona-Krise auf verschiedenen Wegen.
„Wir beteiligen uns an der kirchenkreisweiten Aktion ,Licht der Hoffnung’“, sagt Pastor Dirk Meine-Behr. Mit einem Glockenläuten um 19 Uhr geht es los, danach brennt in vielen Privathäusern eine Kerze. Nach einer Viertelstunde endet dieses tägliche Zeichen der Solidarität. „Aber vor der Kirche und unserem Pfarrhaus brennt die Laterne noch bis in den späten Abend“, sagt Meine-Behr.
Der Kirchenvorstand unterstützt außerdem diejenigen, die Hilfe beim Einkaufen oder ähnlichem benötigen. „Dies machen wir in Zusammenarbeit mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Renate Grützner.“ Wer dieses Angebot in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter (047059) 273 oder (04705) 951 75 34 melden.
Ganz digital trifft sich jetzt der Bibelkreis. „In dieser Woche haben wir uns zum ersten Mal in einem Chat verbunden und uns dann mit dem Predigttext für den kommenden Sonntag auseinandergesetzt“, sagt Pastor Meine-Behr. „Das war eine mutmachende, fröhliche Erfahrung.“ Die Teilnehmer zeigten sich dankbar, über diesen „Kanal“ miteinander verbunden sein zu können.
Ein Konzert gab es dagegen ganz analog: Für die Bewohner des Seniorenheims „Haus Eden“ haben der Gemeindepastor und seine Frau Beate Behr Kirchen- und Volkslieder musiziert. Mit ordentlich Sicherheitsabstand, Gitarre und Querflöte draußen im Sonnenschein bei sieben Grad Celsius auf der Terrasse, aber mit den Bewohnern trotzdem verbunden durch die Musik. Das Echo beim Publikum war äußerst positiv: „Wer hat sich sowas tolles einfallen lassen – obwohl sie doch so gefroren haben müssen !“, so eine Bewohnerin.

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