CUXHAVEN re • „Leider gibt es im Vergleich zu gestern fünf neue bestätigte Infektionen im Landkreis Cuxhaven“, erklärte Landrat Kai-Uwe Bielefeld heute und ergänzt, dass ein Anstieg auch in den vergangenen Wochen in dieser Größenordnung schon zu verzeichnen war. „Der Trend im Cuxland ist aber weiterhin vergleichsweise überschaubar. Er zeigt aber auch, dass die getroffenen Maßnahmen notwendig und wirksam sind und dass es bis heute keine dramatischen Steigerungen gibt. Leider gibt es keine Garantie für diesen Status Quo“, fügte der Landrat hinzu. Insgesamt sind Stand heute (15 Uhr) 20 Personen erkrankt, von denen drei stationär, davon einer auf der Intensivstation, behandelt werden.
Bielefeld hatte aber auch noch eine positive Nachricht parat. Zusammen mit dem Cuxhavener Oberbürgermeister Uwe Santjer konnte er eine Spende von 7.200 Mund-Nasen-Schutz in Empfang nehmen. Die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung sei eine der größten Herausforderungen, der sich die Verantwortlichen in allen Bereichen derzeit stellen müssten. Umso mehr freuten sich die beiden über die Bereitschaft aus der Stadt und der Region, die Bemühungen mit Spenden zu unterstützen. Gestern konnten sie von der in der Stadt Cuxhaven ansässigen Firma Nutrilo die Spende von 7.200 Mund-Nasen-Schutz in Empfang nehmen. Die Geschäftsführer des Unternehmens, Holger Birkhahn und Jörg Pallentin, hatten die Spende persönlich überbracht.
Nutrilo, 1984 gegründet, produziert und vertreibt mit mehr als 330 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von circa 60 Millionen Euro Nahrungsergänzungsmittel in mehr als 65 Länder weltweit. „Da eine Versorgung unserer Produktionsmitarbeiter mit Mund-Nasen-Masken nicht mehr am heimischen Markt möglich ist, nutzt Nutrilo seine guten chinesischen Kontakte, die in vielen Fällen mehr als zwanzig Jahre bestehen“, erläutert Pallentin. „Mit der ersten Lieferung, die Anfang der Woche eingetroffen ist, haben wir für das eigene Unternehmen eine gewisse Versorgungssicherheit.“
Deshalb haben sich die Geschäftsführer des Unternehmens entschlossen, ein solidarisches Zeichen zu setzen. In Absprache mit der Stadt und dem Landkreis wurden deshalb Mund-Nasen-Masken für die Versorgung der lokalen Ärzte und Pflegeeinrichtungen gespendet.
„Ein solches Zeichen der Solidarität ist eine große Unterstützung“, freute sich Bielefeld über diese Geste. „Tatsächlich wird persönliche Schutzausrüstung weiterhin dringend gebraucht. Nur ein Bruchteil der benötigten Menge kann bisher zur Verfügung gestellt werden.“
Die Spende wird zur Hälfte auf die Stadt und den Landkreis Cuxhaven aufgeteilt. Der Landkreis wird auch diese Lieferung an Einrichtungen wie Pflege- und Altenheime weitergeben. Santjer möchte mit dem Anteil der Stadt Cuxhaven auch kleinere Einheiten wie die Praxen niedergelassener Ärzte unterstützen. „Durch die geringe Bestellmenge können solche Praxen nur schwer allein an solches Material gelangen“, machte er deutlich. „So schützen wir sowohl die Belegschaft als auch die Patientinnen und Patienten in den Praxen.“

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