BREMERHAVEN re • Wie viele junge Menschen in Europa sind mit internationalen Mobilitätsprogrammen vertraut? Wie viele haben tatsächlich daran teilgenommen? Wie viele haben aufgrund der Komplexität der Antragsformulare noch keine Projektidee verwirklicht?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer parlamentarischen Anfrage des Europaabgeordneten David McAllister (CDU), der die Europäische Kommission auffordert, die Verfahren zu vereinfachen und damit den Zugang zu Mobilitätsprogrammen für Jugendliche in Europa zu erleichtern.
David McAllister erklärt: „Das Erasmus-Programm ist eine der Erfolgsgeschichten der EU. Seit seiner Gründung im Jahr 1987 haben etwa 4,4 Millionen junge Menschen die Möglichkeit gehabt, Europa kennen zu lernen und ihre akademische und kulturelle Bildung durch das Programm fortzusetzen. Mit Erasmus+ hat die EU den nächsten Schritt getan und die europäische Zusammenarbeit für neue Bevölkerungsgruppen zugänglich gemacht. Dennoch stoßen jedes Jahr viele interessierte bei der Beantragung auf Probleme, die letztlich junge Bewerber oft abschrecken. Hier muss dringend nachgebessert werden“. Diese Überlegungen teilen viele Organisationen und Betroffene, wie David McAllister bei Gesprächen in Niedersachsen und Bremen erfahren hat.
Die zuständige Kommissarin für Innovation und Jugend, Mariya Gabriel, betont in ihrer Antwort die Notwendigkeit, das neue Programm Erasmus+ besser zugänglich zu machen. Dazu gehören zusätzliche finanzielle Maßnahmen für benachteiligte junge Menschen, mehr Sprachförderung und eine bessere Ausbildung für die am stärksten unterrepräsentierten Gruppen.
Parallel dazu arbeitet die Kommission daran, die Antragsformulare zu vereinfachen und benutzerfreundlicher zu gestalten. Neben dem Schwerpunkt auf Integration und Vereinfachung soll Erasmus+ grüner, digitaler und auf die Entwicklung des Wissens junger Menschen über die Europäische Union ausgerichtet werden.

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