CUXHAVEN re • Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ liegt nun schon knapp zwei Wochen in Cuxhaven. An Bord befinden sich noch immer mehr als 2.500 Seeleute, die sich auf der Reise in ihre Heimathäfen befanden, bevor in der vergangenen Woche neun Seeleute positiv auf Corona getestet wurden. Die erkrankten Crewmitglieder wurden mittlerweile in Krankenhäuser verlegt, für gesund getestete Seeleute wird derzeit die weitere Heimreise geklärt. Erste Crewmitglieder wurden bereits in die Ukraine und der Türkei ausgeflogen, weitere Ausreisen stehen in den nächsten Tagen an.
Für die an Bord Verbleibenden hat Eva Erkenberg aus Bremerhaven eine süße Spendenaktion gestartet: Sie sammelte so viel Geld für Schokoladen, dass am Ende noch Geld übrigblieb, mit dem Hygieneartikel für die Seeleute angeschafft werden konnten. Die Übergabe von Schokolade und Hygieneartikeln erfolgte am Samstag über die Deutsche Seemannsmission (DSM) durch Crewmitglieder – und fand bei den Seeleuten großen Anklang. Das Bewegenste an dieser Aktion war für die Seeleute nicht die Schokolade, sondern die Solidarität, die Ihnen von der Bevölkerung entgegengebracht wurde. „Dass die Menschen draußen uns nicht verteufeln, sondern uns noch etwas Süßes schenken, ist für mich sehr bewegend. Es hilft zu wissen dass wir nicht alleine sind“, so ein Seemann.
Insgesamt ist die Situation an Bord nun deutlich beruhigt, nachdem in der vergangenen Woche die Stimmung unter den zum Teil verängstigten und ungeduldigen Crewmitgliedern sehr angespannt war. Die Verlegung der Kranken in Kliniken sowie die Perspektive, alle gesunden Seeleute möglichst schnell in ihre Heimat zu transportieren, habe zu einer deutlichen Entspannung auf dem Schiff geführt, so die Vorsitzende der Deutschen Seemannsmission, Dr. Clara Schlaich. Sie dankte der Firma TUI, dass die Deutsche Seemannsmission auf der „Mein Schiff 3“ und an Land die psycho-soziale Betreuung habe leisten dürfen und es gemeinsam gelungen sei, die Situation von so vielen Menschen unterschiedlicher Nationen und Sprachen zu verbessern.

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