CUXHAVEN tw · Sie haben an vielen Orten ihre Spuren hinterlassen ohne das man bisher darauf Aufmerksam wurde – die Freimaurer. Mit dem Buch „Auf den Spuren der Freimaurer im Elbe-Weser-Dreieck“ möchte die Freimauerloge „Anschar zum Friedenshafen“ in Cuxhaven, die das Projekt initiiert hat, zusammen mit den Logen „Friederike zur Unsterblichkeit“ in Stade und „Zu den drei Ankern“ in Bremerhaven diese Lücke schließen. Denn auch wenn die Freimaurer im Stillen arbeiten, agieren sie nicht im Geheimen, wie Herausgeber Manfred Mittelstedt, Vorsitzender Meis­ter der Cuxhavener Loge, betont. Deswegen haben sich die drei Logen der Region zu dieser Öffentlichkeitsarbeit entschieden. Zwar gibt es das Buch nicht zu kaufen, da es für den Gebrauch innerhalb der Freimaurerei bestimmt ist. Ein Exemplar wurde aber jeweils an die Stadtbibliothek Cuxhaven, das Stadtarchiv Cuxhaven und die Bibliothek Otterndorf übergeben, damit auch jeder andere Interessierte sich informieren kann.
Manfred Mittelstedt und seinen Mitstreitern ist es dabei nicht nur wichtig, das Andenken der vorgestellten Freimaurer zu ehren, sondern sie auch als Vorbilder darzustellen, für eine Gesinnung, die es wert sei, nachzuahmen. „Die Werte der Toleranz, der Barmherzigkeit, der Freiheit und die in der Menschenliebe gipfelnde Humanität, die Grundidee der Freimaurerei.“ Werte die gerade in der heutigen Zeit aktueller nicht sein könnten. Und die sich auch in der Umschlagsgestaltung niederschlagen. Ein Leuchtturm, der sein Licht zu einer Brücke sendet, „denn wir sind dazu da, Brücken zwischen den Menschen zu bauen“, so Mittelstedt. Dass diese Brücke nur halbfertig ist, ist bewusst gewählt. „Wir sind nicht vollkommen, aber wollen den Dingen dienen.“
Den Rahmen des Buches bilden als Anfang der Friedensgedanke und als Ende die Freiheit. Dazwischen werden Persönlichkeiten, die auch Freimauer waren, vorgestellt, an die mit Straßen, Plätzen, Gebäuden, Kunst und Kultur sowie Schiffen erinnert wird. Darunter bekannte wie die Dichter Hermann Allmers, an den das Allmers-Haus in Rechtenfleth erinnert oder Johann-Heinrich-Voß mit gleichnamigen Haus und Straße in Otterndorf. Aber auch weniger bekannte wie Axel Bundsen, der 1816 vom Amtmann Abendroth den Auftrag zu Errichtung einer Kirche in Ritzebüttel – der Martinskirche – erhielt und nach dem das Axel-Bundsen-Ufer in Cuxhaven benannt ist.
Aber auch die Nazi-Zeit, in der auch für die Freimaurer grauenhafte Zeiten anbrachen, so Mittelstedt, der Wiederaufbau nach 1945, die Einigung Europas als Friedensprojekt, die Logenhäuser einst und jetzt und das soziale Engagement der Freimaurer werden in dem Buch thematisiert.

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