WREMEN tw · Spielen, toben, sich ausprobieren – der neue Spielplatz am Wremer Strand kam bei den Kindern gleich gut an. Voll Begeisterung enterten sie bei der offiziellen Eröffnung am Dienstag den Krabbenkutter und planschten und matschten an der Krabbensielanlage.
Die Freude über diesen neuen Spielplatz war jedoch nicht nur den Jungen und Mädchen anzusehen, sondern auch Tim Besendahl, der den neuen Spielplatz im Auftrag der Gemeinde Wurster Nordseeküste geplant und umgesetzt hat. Vorgabe: Der Focus musste auf dem Regionalen liegen. Das heißt, maritimes Flair und Krabbenkutter waren gefragt. Für den Hamburger Jung ein Selbstgänger. „Als Nordlicht und mit Fischern in der Familie habe ich mich gleich angesprochen gefühlt“, sagt er und hat das Projekt zusammen mit seinem Team mit großer Leidenschaft umgesetzt.
Das ganze Areal trägt dem Maritimen Rechnung. So ist die Wassermatschanlage stilecht mit einer alten Krabbensielanlage aus Husum versehen, die so zu einem zweiten Leben erweckt wurde. Und anstatt profaner Bänke laden überdimensionierte Fischkisten zum Verweilen ein und auf der Schaukelanlage, wie auch auf dem Krabbenkutter thront stilecht eine Möwe.
Dabei war für Besendahl wichtig, dass Kinder aller Altersgruppen Spaß an den Spielgeräten haben, sich auf der einen Seite auch die Kleinsten schon trauen das Schiff zu erobern aber auch den Größeren nicht langweilig wird, und das bei Einhaltung aller Sicherheitsstandards. Ganz unbeschwert können sich die Jungs und Mädel jetzt im „Kletterchaos“ mit Schräglage aus probieren und schulen so auch ganz nebenbei ihre Motorik.
„Das, was wir uns gewünscht haben, ist voll aufgegangen“, strahlte Besendahl. Für ihn ist mit seiner Arbeit ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen. „Kein Tag ist langweilig“, sagt er. Schon als Sechsjähriger wollte er Holzfäller werden, mit dem Klöven­steener Forst als Spielplatz vor der Tür. Nach seiner Ausbildung beim Hamburger Forstamt hat der Forstwirt schon bei Naherholungsmaßnahmen aus Bestandsholz gebaut, unter anderem auch Kinderspielplätze, um die er sich an seinem Wohnort auch ehrenamtlich kümmerte. Das Ganze hat sich dann verselbstständigt und zu seinem Unternehmen „Besendahl Naturnahe Spielgeräte“ geführt. Sein naturnahes Konzept kam in Wremen an und so können sich die Kinder jetzt über neue Spielmöglichkeiten freuen.
Die Spielgeräte sind aus Robinie gebaut. „Ein widerstandsfähiges Holz, das aus Europa kommt und nicht behandelt werden muss“, zählte Besendahl die Vorteile des von ihm verwendeten Baustoffs auf
Der neue Kinderspielplatz ist Teil der Umstrukturierung des Wremer Strandbereichs und hat 70.000 Euro gekos­tet, gefördert zu 65 Prozent vom Amt für regionale Landesentwicklung.

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