GEESTLAND tw · Manchmal kann es so einfach sein, nachhaltig zu arbeiten. Etwa Verpackungskartons zu schreddern und ihnen ein Zweitleben als Füllmaterial zu gönnen. Wie es die Firma Astro Motorengesellschaft in Debstedt macht. Oder Mehrwegboxen für den Versand, wie von der Buchhandlung Beek aus Langen gehandhabt. Doch gerade auf die einfachen Ideen muss man erst einmal kommen und sie auch umsetzen. Um zu zeigen, wie einfach es ist, etwas für den Klimaschutz und nachhaltiges Leben zu tun, hat die Stadt Geestland die „Zukunftsplattform Geestland“ ins Leben gerufen, die am Beispiel Geestländer Unternehmen deutlich macht, was alles möglich ist. Sieben Firmen präsentieren sich bereits unter www.zukunftsplattform-geestland.eu, drei weitere folgen bald. „Und wir freuen uns über jedes weitere Unternehmen, das mitmachen möchte“, so Wirtschaftsförderin Katja Beier. Denn die Netzwerkplattform soll alle Firmen ansprechen, Inspiration und die Möglichkeit zum Austausch bieten, unter dem Motto „Nachmachen erwünscht“. Und dabei deutlich machen, „dass auch die kleinen Schritte helfen“, betonte Bürgermeis­ter Thorsten Krüger bei der Präsentation am Donnerstag. Überall werde das Thema sichtbar, machten sich Betriebe auf, ihre Unternehmen effektiv und CO2-neutral zu gestalten. „Nachhaltigkeit ist das Thema der Zukunft“, so Krüger und das betreffe nicht nur das Klima, sondern auch Themen wie Digitales, Bildung und Wirtschaftswachstum.
„Jeder Schritt zählt – sei er auch noch so klein!“, findet auch Thomas Graudenz, Geschäftsleiter der Astro Motorengesellschaft. Für ihn war es deshalb selbstverständlich sich mit seinen Projekten zu präsentieren. Denn das Unternehmen setzt schon seit Jahren auf nachhaltiges Handeln. Die 2004 entstandene Produktionshalle wurde in Holzrahmenbauweise erstellt, die Wärmeerzeugung erfolgt mit einer Bio-Massen-Heizanlage.
Auch für Andreas Bruske von der Firma ad fontes war es eine Selbstverständlichkeit mitzumachen. „Eine nachhaltige Energieversorgung zu realisieren, ist ein wichtiger Punkt. Und wir haben genug Energie, wir schauen nur an die falsche Stelle“. Die Sonne liefere kostenlos 1.500 Mal mehr Energie auf die Erde, als die Menschheit brauche.
Insgesamt 50.000 Euro flossen in Aufbau und Konzeption der Seite. Geld, das die Stadt beim Ideenwettbewerb „Unser Land schreibt Zukunft“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung gewonnen hat. Die Macher haben sich dabei ein Ziel gesetzt: Die Partner­unternehmen der Zukunftsplattform Geestland sollten in jedem Jahr gemeinsam mindestens 1.000 Tonnen CO2 einsparen. Um das Ganze noch weiter voranzutreiben, soll demnächst auf der Internetseite auch ein CO2-Rechner und eine „Checkliste Nachhaltigkeit“ für Unternehmen zu finden sein.
Wer Interesse hat, an der Zukunftsplattform teilzunehmen, kann sich an Katja Beier unter (04743) 937-15 70 oder Britta Murawski, Referentin des Bürgermeis­ters, unter (04743) 937-15 20 wenden.

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