CUXHAVEN sh · Kleines Theater was nun? In Anlehnung an Hans Falladas meistbekannten Titel lässt sich das Stadttheater in Cuxhaven nicht beirren. In Zeiten von Corona leidet die gesamte Kulturbranche besonders. Kein Grund, den Vorhang unten zu lassen. Gabrielle Hoffmann als Fachbereichsleiterin Kultur und ihr Team mussten das Programm zwar einschränken, der Kreativität tut das jedoch keinen Abbruch.
Die Corona-Einschränkungen sind sicht- und spürbar für die Zuschauer, doch spätestens, wenn vor der Bühne der Platz eingenommen wird – mit gebührendem Abstand zum unbekannten Nächsten und die Pausengetränke samt Stehtischreservierung bestellt sind – kann Theater sein wie es soll.
Und so war es dann bei der Spielplanvorstellung schon bestes Theater. Denn der Spielplan stellte sich selber vor. Und zwar in Form der Schauspieler Frank Sommer und Marjam Azemoun, die auf der Bühne die Stücke inhaltlich, szenisch und sehr spielerisch vorstellten. Teilweise unterstützt von Ulrike Staufenbiel und Heike Ricke von der Stadt.
Geboten wird Kultur eingeschränkt, aber nicht wenig. Gerade im Abo-Bereich versprechen prämierte Aufführungen spannende Abende. „Die Therapie“ von Sebas­tian Fitzek wird im Oktober geboten, worauf es im November die musikalische Lesung „Frida Kahlo“ und Urs Widmers „Top Dogs“ gibt. Bei Sonderveranstaltungen tritt Ingo Appelt im Oktober auf, während im November mit „meine Sonne ist schwarz“ eine Hommage an Amy Winehouse Spannung verspricht. Im Dezember kommt mit Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ ein Klassiker ohne Alters­erscheinungen auf die Bühne. Die Interpretation der beiden Tatort Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl verspricht einen wahrhaft wunderbaren Adventsabend. Das gedruckte Programmheft sollte man sich, wenn möglich, trotz „gelebtem Spielplan“ besorgen. Es ist umfangreicher und verspricht spannende Events bis in den April 2021.
Die genauen Termine der Aufführungen entnimmt man am besten dem gedruckten Programm oder informiert sich im Internet unter www.cuxhaven.de. Mit dem Stichwort „Stadttheater“ geht es dann zur richtigen Seite.

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